Eras legte mir eine Hand sanft auf die Schulter. Immer noch starrte ich mit fragendem Blick das Orakel an. Ich wollte mehr wissen, ich wollte wissen was sie damit genau meinte, wieso wurde sie nicht deutlicher. Von welchem Verlust redete sie? Was sollte das heißen, dass mein persönlicher Kampf gegen Bestin das Schicksal mit beeinflusste? Sollte das heißen das ich ihn nicht umbringen sollte, nachdem er doch soviel zerstört hatte in meinem Leben? "Ich kann deine Fragen sehen Maeve, aber ich kann und darf sie nicht beantworten. Du weißt, dass nur du allein mit deinen Freunden den Weg bestimmen kannst. Nur müsst ihr weise entscheiden, für welchen Weg ihr euch entscheidet. Maeve vertraue deinen Fähigkeiten und denen von deinen Freunden. Ihr steht erst am Anfang der Reise. Also hab ein wenig vertrauen. Ich habe dir schon viel zu viel gesagt, Maeve." Nickend stimmte ich ihr zu, aber noch immer verstand ich nichts. Doch wusste ich, das ich es verstehen werde, wenn die Zeit dafür gekommen ist. Sie nahm noch einen Schluck von dem Tee bevor sie sich auf ihren Stock stützend aufrichtete. "Es wird Zeit für mich." Mit diesen Worten ging sie zur Terrassentür und klopfte mit ihren Stock zweimal entgegen.
Danach öffnete sie die Tür und man erkannte einen Wald im Türrahmen. Eras und ich schauten uns an und wussten nicht recht was wir sagen sollten. "Wie ist ihr Name, wertes Orakel?" wollte Eras noch wissen, bevor sie durch das Portal ging. Die kleine alte Frau drehte sich noch einmal und lächelte. "Orela ist mein Name, Eras." Danach ging sie durch unsere Terrassentür und hinter sie schloss sie sich automatisch. Wir warteten kurz, bevor wir an die Tür gingen und sie wieder öffneten. Doch sahen wir nur unseren Garten. Eras und ich gingen zur Couch und machten es uns gemütlich. Noch immer standen so viele Fragen im Raum, die mich keinen klaren Gedanken fassen ließen. "Zerbrich dir nicht dein hübsches Köpfchen, mein Stern." meinte Erasmus mit einem Lächeln. "Du weißt, dass uns nur die Zeit die Wege aufzeigen wird. Also vertraue dem, was du weißt und vor allem vertraue deinem Gefühl." Seine Worte klangen ruhig, voller Hoffnung und Zuversicht. Das Gefühl was seine Worte in mir auslösten, legte sich schützend über mich und wischte die Fragen einfach weg. Denn ich wusste das er Recht hatte. Ich musste einmal mehr auf das Vertrauen, was mir immer am schwersten fiel, seit ich gewandelt wurde.
Wir lagen innig auf der Couch und genossen die Stille. Doch sie wurde durch schnelle, heftige Schläge an unserer Eingangstür durchbrochen. Eras und ich richteten uns auf und ich ging zur Tür. Wir erwarteten keinen Besuch, denn Cecilia, Tyran, Ellen und Luke waren ja noch auf ihren Ausflug und würden nicht vor morgen Abend nach Hause kommen. Leisen Schrittes ging ich zur Eingangstür und mein Liebster kam hinterher, doch blieb er im Türrahmen stehen. Ich legte eine Hand auf die Türklinke und öffnete dann die Tür. Meine Augen trafen auf eisblaue Augen, die mir sehr bekannt vorkamen. "Maeve, schön das ich dich gefunden habe." mit diesen Worten umschlossen mich die Arme des Besuchers. Die zarte Stimme klang sehr melodisch und ich begann zu grinsen. "Lin, schön dich zu sehen. Es ist ja eine Ewigkeit her. Komm rein und erzähl mir wie es dir geht." Wir lösten uns aus der Umarmung und ich ließ sie eintreten. Hinter mir schloss ich die Tür. Erasmus zog eine Augenbraue hoch und fragte nach. "Wer besucht uns denn, mein Stern?" Lins Blicke schweiften umher und trafen dann auf ihn, als er sich zu Wort meldete. "Das ist Lin, mein Liebster. Sie ist eine der heiligen Drachen und eine sehr alte Freundin von mir."
Lin nickte Erasmus freundlich und höfflich zu. Man sah auf dem ersten Blick, dass sie aus einem Königshaus kommen musste. Ich deutete ihr, dass wir ins Wohnzimmer gehen, um uns besser zu unterhalten. Ich bot ihr auf dem Sofalandschaft platz zu nehmen, bevor ich mich selbst setzte. Sie setzte sich gerade und eher steif auf die Sofakante, zog es sich doch für eine Frau ihren Standes nicht anders. Schmunzelnd setzte ich mich neben sie und Lin begann zu erzählen. "Es ist schön, dass ich dich gefunden habe, geliebte Freundin. Du weißt, das ich in deiner Schuld stehe. Mein Vater bat mich, dich aufzusuchen. Denn er bittet darum, dass du zu ihm kommst. Ich selbst weiß aber nicht wieso er dich sprechen möchte. Du weißt wie sehr er die Traditionen wahrt. Um so überraschter war ich, als er mir den Auftrag gab, dich zu finden und zu uns zu bringen." In diesem Moment betrat Eras den Raum mit einem Tablett. Er stellte den Tee und die Kekse auf den Couchtisch und setzte sich in den Sessel. "Mein Stern, wo musst du hin?" fragte er mich, denn er hatte nur den letzten Teil verstanden. Ich wendete mich zu ihm und lächelte ihm entgegen. "Ich traf Lin auf einer meinen Reisen durch Asien. Sie wurde von ihrem Vater beschuldigt die Familienehre beschmutzt zu haben und wurde von ihm verstoßen. Ich half ihr damals und wir reisten in die Highländer der Drachen.
Dort konnte ich Lins Vater, der auch der König war, überzeugen, dass Lin keine Schuld daran trägt. Nun will mich ihr Vater sehen. Worum es geht weiß selbst Lin nicht. Aber es scheint etwas ernstes zu sein, mein Liebster. Denn eigentlich dürfen nur Drachen in diese heiligen Länder hinein." Er nickte und schaute mich dennoch etwas besorgt an. "Dann heißt es wohl, dass du seiner Bitte nachkommen solltest. Denn es scheint ein wichtiger Grund zu sein." Ich nickte ihm zu und bat Lin mir ein wenig Zeit zu geben, um das Nötigste einzupacken. Mit diesen Worten ging ich nach oben und packte ein paar Sachen zusammen. Die Highländer der Drachen waren sehr frostig und selbst mir wurde nach einiger Zeit im tiefen Schnee kalt. Ich zog mir einen warmen Rollkragenpullover an und eine Jeans. Dazu schlüpfte ich in meine Winterstiefel und kam mit einer kleinen Tasche und einem Mantel in der Hand herunter. Lin und Erasmus unterhielten sich gerade als ich in der Tür stand und meine Tasche aufhielt. Zwei meiner wichtigsten Bücher kamen aus dem Bücherregal heraus und flogen direkt in meine Tasche. Die Beide bekamen das natürlich mit und verfolgten die Bücher zu mir. Lächelnd sah ich die beiden an und meinte:
"So ich glaube, das Nötigste hätte ich und wäre auch für die Reise bereit." Beide nickten und standen zeitgleich auf. Ich ging ihnen entgegen und Eras schloss mich in seine Arme. "Liebste, pass bitte auf dich auf und komme gesund wieder. Du bist mein Leben und ich will dich nicht noch einmal in meinem Leben missen." Mit diesen Worten küsste er mir die Stirn zum Abschied und ließ mich gehen. Nickend schenkte ich ihm zum Abschied ein Lächeln. "Ich werde auf mich Acht geben, mein Liebster. Mein Herz verzehrt sich jetzt schon nach dir. Aber es wird nicht für die Ewigkeit sein." Ich wendete mich Lin zu und fragte sie, ob sie bereit sei. Nickend stimmte sie zu und ich beschwor ein Portal hervor, was uns in die Highländer bringen sollte. Bevor ich hindurch ging, schaute ich noch einmal zu Eras und ich spürte wie sehr es mein Herz zerriss. Lin und ich gingen hindurch. Danach schloss sich das Portal sofort wieder. Wir standen am Fuße des Berges. Oben kurz vor der Spitze, verdeckt von den Wolken, lag das Schloss. Uns war bewusst, dass der Weg beschwerlich sein würde.
Danach öffnete sie die Tür und man erkannte einen Wald im Türrahmen. Eras und ich schauten uns an und wussten nicht recht was wir sagen sollten. "Wie ist ihr Name, wertes Orakel?" wollte Eras noch wissen, bevor sie durch das Portal ging. Die kleine alte Frau drehte sich noch einmal und lächelte. "Orela ist mein Name, Eras." Danach ging sie durch unsere Terrassentür und hinter sie schloss sie sich automatisch. Wir warteten kurz, bevor wir an die Tür gingen und sie wieder öffneten. Doch sahen wir nur unseren Garten. Eras und ich gingen zur Couch und machten es uns gemütlich. Noch immer standen so viele Fragen im Raum, die mich keinen klaren Gedanken fassen ließen. "Zerbrich dir nicht dein hübsches Köpfchen, mein Stern." meinte Erasmus mit einem Lächeln. "Du weißt, dass uns nur die Zeit die Wege aufzeigen wird. Also vertraue dem, was du weißt und vor allem vertraue deinem Gefühl." Seine Worte klangen ruhig, voller Hoffnung und Zuversicht. Das Gefühl was seine Worte in mir auslösten, legte sich schützend über mich und wischte die Fragen einfach weg. Denn ich wusste das er Recht hatte. Ich musste einmal mehr auf das Vertrauen, was mir immer am schwersten fiel, seit ich gewandelt wurde.
Wir lagen innig auf der Couch und genossen die Stille. Doch sie wurde durch schnelle, heftige Schläge an unserer Eingangstür durchbrochen. Eras und ich richteten uns auf und ich ging zur Tür. Wir erwarteten keinen Besuch, denn Cecilia, Tyran, Ellen und Luke waren ja noch auf ihren Ausflug und würden nicht vor morgen Abend nach Hause kommen. Leisen Schrittes ging ich zur Eingangstür und mein Liebster kam hinterher, doch blieb er im Türrahmen stehen. Ich legte eine Hand auf die Türklinke und öffnete dann die Tür. Meine Augen trafen auf eisblaue Augen, die mir sehr bekannt vorkamen. "Maeve, schön das ich dich gefunden habe." mit diesen Worten umschlossen mich die Arme des Besuchers. Die zarte Stimme klang sehr melodisch und ich begann zu grinsen. "Lin, schön dich zu sehen. Es ist ja eine Ewigkeit her. Komm rein und erzähl mir wie es dir geht." Wir lösten uns aus der Umarmung und ich ließ sie eintreten. Hinter mir schloss ich die Tür. Erasmus zog eine Augenbraue hoch und fragte nach. "Wer besucht uns denn, mein Stern?" Lins Blicke schweiften umher und trafen dann auf ihn, als er sich zu Wort meldete. "Das ist Lin, mein Liebster. Sie ist eine der heiligen Drachen und eine sehr alte Freundin von mir."
Lin nickte Erasmus freundlich und höfflich zu. Man sah auf dem ersten Blick, dass sie aus einem Königshaus kommen musste. Ich deutete ihr, dass wir ins Wohnzimmer gehen, um uns besser zu unterhalten. Ich bot ihr auf dem Sofalandschaft platz zu nehmen, bevor ich mich selbst setzte. Sie setzte sich gerade und eher steif auf die Sofakante, zog es sich doch für eine Frau ihren Standes nicht anders. Schmunzelnd setzte ich mich neben sie und Lin begann zu erzählen. "Es ist schön, dass ich dich gefunden habe, geliebte Freundin. Du weißt, das ich in deiner Schuld stehe. Mein Vater bat mich, dich aufzusuchen. Denn er bittet darum, dass du zu ihm kommst. Ich selbst weiß aber nicht wieso er dich sprechen möchte. Du weißt wie sehr er die Traditionen wahrt. Um so überraschter war ich, als er mir den Auftrag gab, dich zu finden und zu uns zu bringen." In diesem Moment betrat Eras den Raum mit einem Tablett. Er stellte den Tee und die Kekse auf den Couchtisch und setzte sich in den Sessel. "Mein Stern, wo musst du hin?" fragte er mich, denn er hatte nur den letzten Teil verstanden. Ich wendete mich zu ihm und lächelte ihm entgegen. "Ich traf Lin auf einer meinen Reisen durch Asien. Sie wurde von ihrem Vater beschuldigt die Familienehre beschmutzt zu haben und wurde von ihm verstoßen. Ich half ihr damals und wir reisten in die Highländer der Drachen.
Dort konnte ich Lins Vater, der auch der König war, überzeugen, dass Lin keine Schuld daran trägt. Nun will mich ihr Vater sehen. Worum es geht weiß selbst Lin nicht. Aber es scheint etwas ernstes zu sein, mein Liebster. Denn eigentlich dürfen nur Drachen in diese heiligen Länder hinein." Er nickte und schaute mich dennoch etwas besorgt an. "Dann heißt es wohl, dass du seiner Bitte nachkommen solltest. Denn es scheint ein wichtiger Grund zu sein." Ich nickte ihm zu und bat Lin mir ein wenig Zeit zu geben, um das Nötigste einzupacken. Mit diesen Worten ging ich nach oben und packte ein paar Sachen zusammen. Die Highländer der Drachen waren sehr frostig und selbst mir wurde nach einiger Zeit im tiefen Schnee kalt. Ich zog mir einen warmen Rollkragenpullover an und eine Jeans. Dazu schlüpfte ich in meine Winterstiefel und kam mit einer kleinen Tasche und einem Mantel in der Hand herunter. Lin und Erasmus unterhielten sich gerade als ich in der Tür stand und meine Tasche aufhielt. Zwei meiner wichtigsten Bücher kamen aus dem Bücherregal heraus und flogen direkt in meine Tasche. Die Beide bekamen das natürlich mit und verfolgten die Bücher zu mir. Lächelnd sah ich die beiden an und meinte:
"So ich glaube, das Nötigste hätte ich und wäre auch für die Reise bereit." Beide nickten und standen zeitgleich auf. Ich ging ihnen entgegen und Eras schloss mich in seine Arme. "Liebste, pass bitte auf dich auf und komme gesund wieder. Du bist mein Leben und ich will dich nicht noch einmal in meinem Leben missen." Mit diesen Worten küsste er mir die Stirn zum Abschied und ließ mich gehen. Nickend schenkte ich ihm zum Abschied ein Lächeln. "Ich werde auf mich Acht geben, mein Liebster. Mein Herz verzehrt sich jetzt schon nach dir. Aber es wird nicht für die Ewigkeit sein." Ich wendete mich Lin zu und fragte sie, ob sie bereit sei. Nickend stimmte sie zu und ich beschwor ein Portal hervor, was uns in die Highländer bringen sollte. Bevor ich hindurch ging, schaute ich noch einmal zu Eras und ich spürte wie sehr es mein Herz zerriss. Lin und ich gingen hindurch. Danach schloss sich das Portal sofort wieder. Wir standen am Fuße des Berges. Oben kurz vor der Spitze, verdeckt von den Wolken, lag das Schloss. Uns war bewusst, dass der Weg beschwerlich sein würde.
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