Diese wurden dann von zwei Männern in das Zimmer geleitet und Aiden kam in den Ballsaal wieder. Er nickte einen der anderen Männern zu und nahm Zina zu sich, da er das Hotel mit ihr verlassen wollte. "Komm ich denke es wird Zeit, dass wir gehen." lächelte er sie unter seiner Maske an. Wieder nickte sie nur stumm und stand auf. Fühlte sie sich doch die ganze Zeit über fehl am Platz, bei diesem Ball. Er fuhr mit ihr zu seinem Loft und bot ihr eins seiner Gästezimmer an. Dabei war es ein Zimmer, welches mit Glassteinen abgetrennt wurde. Sie nahm es dankend an, auch wenn sie wusste das sie wie auf dem Präsentierteller saß. Erzog sich zurück, nachdem sie sich vergewissert hatte, dass sie allein war, zog sie das Kleid aus und ging nackt in das große Boxspringbett. Zina zog sich die Decke bis zu den Schultern hoch und versuchte sich zu entspannen.
Die Erschöpfung der Erlebnisse der letzten Stunden ließ sie schnell in die Träume abdriften. Sie träumte wild und unruhig. Dabei schlug sie die Decke, die ihr Wärme schenken sollte, immer mehr von ihrem Körper. Aiden war ein Frühaufsteher und so war es nicht verwunderlich, dass er kurz vor sechs schon vollkommen ausgeschlafen war und schon an seiner Kücheninsel an seinem Laptop und machte die nächsten Geschäfte. Er ging ein paar Unterlagen aus seinem Büro und ging dabei an dem Gästezimmer vor. Er konnte nicht anders und schaute hinein. Der Blick des nackten Körpers von Zina ließ sein Körper anspannen. Der Drang sie zu besitzen kam in ihm hoch. Er schüttelte diesen doch schnell wieder ab, denn er konnte es sich nicht leisten, eines seiner Mädchen zu behalten. Dafür war die Liebe zu groß bei ihm. Dennoch beschloss er Zina einige Monate bei sich zu behalten.
So vergingen die Monate und Aiden nahm Zina immer wieder zu den Maskenbällen, an dem er die Verkäufe von Mädchen tarnte mit und genoss ihre Anwesenheit. Die Mädchen hatten dies natürlich auch mitbekommen und redeten hinter dem Rücken der Männer und Zina über sie. Konnten sie doch nicht glauben, dass eine Frau Aiden doch lieben könnte und an seiner Seite sein, bei dem was er ihnen doch antat und dem wodurch er sein Geld verdiente. Alles daran war doch falsch. So hielten sie Zina für eine genauso kalte Person wie ihn, denn Keine konnte sich vorstellen, dass sie zu dem gezwungen wurde. Auch Zina hatte sich an ihr neues Leben an der Seite von Aiden gewöhnt, auch wenn sie immer noch versuchte hinter seine Geschäfte und dem Drang auf jedem Maskenball zu erscheinen zu kommen. Es stand an diesem Abend wieder ein Maskenball an, doch dieser sollte größer und prachtvoller werden, als die letzten Bälle.
Aiden hatte beschlossen dieses mal mehrere Kunden einzuladen und gut zwanzig seiner Mädchen dabei zu haben. Er mietete einen großen Saal und ließ ihn nach seinen Vorstellungen einrichten. Dabei nahm er Zina mit und ließ ihr auch die eine oder andere Entscheidung treffen. Aiden hatte sich in den Monaten sich sehr an die Anwesenheit von Zina gewöhnt und wollte sie auch nicht mehr missen. Er war sich nun auch nicht mehr sicher, ob er sie noch verkaufen wollte. In den Monaten hatte er nie Hand an sie gelegt, auch wenn er mehr als nur eine Gelegenheit hatte dazu. Auch Zina glaubte langsam, dass er kein sexuelles Interesse an ihr hatte. Dabei zeigte ihm sein Körper jedes mal doch eindeutige Anzeichen von sexuellem Interesse, wenn er sie nackt sah. So beschloss er auch, dass es an der Zeit war nun diesen Schritt zu gehen.
Er wollte auf dem Ball mit ihr vor allen mit ihr Intim werden. Damit jeder wusste, dass er sie besaß und sie ihm gehörte. Sie war sein Besitz und das würde niemand ändern können. Mit diesem Vorhaben brach er seine eigene Regel, nie mit seiner Ware zu schlafen oder gar etwas intimes anzufangen. Er las ihr jeden Wunsch von den Lippen ab und überraschte sie immer wieder, aber hatte er ihr auch ein paar Regeln aufgestellt. So war es für sie tabu, ins Büro zukommen, außer er würde sie selbst holen. Zina zeigte sich über die Geste, dass sie bei ihm wohnen durfte im Haushalt nützlich. Durch die Tage und Wochen die sie bei ihm wohnte mit ihm Dinge unternahm und mit ihm lebte, vergaß sie nach und nach den Plan wieder zurück nach Deutschland zu fliegen. Auch die Bitte nach einem Ausflug in die deutsche Botschaft, damit sie neue Papiere bekommen würde, hatte sie weit nach hinten in ihren Kopf gleiten lassen.
Der Wunsch wieder nach hause zu fahren war längst verblast. Der Abend des großen Balls war gekommen und Zina machte sich zurecht. Aiden hatte ihr für diesen Anlass extra ein goldfarbenes Seidenkleid, welches bodenlang mit tiefen Ausschnitt und einem hohen Beinschlitz versehen war. Dazu trug sie durchsichtige Heels, die mit einer goldenen Kette, die am hinteren Fuß ihr halt geben sollte, verziert war. Sie betrachtete sich gerade im Spiegel und strich das Kleid gerade, als Aiden in einem schwarzen Anzug hinter ihr stand. Er legte ihren Hals frei und gab ihr einen sanften Kuss. "Du siehst wie eine Königin aus, meine Liebe." meinte er lächelnd. In seiner Hose wurde es eng, als er sie mit funkelnden Augen betrachtete. Konnte er es kaum noch abwarten, bis er sie endlich zu seiner eigen nehmen würde. Behutsam legte er ihr ein goldenes Collar um.
"Nun bist du perfekt." Zina lächelte ihn an und drehte sich zu ihm um. Wollte sie ihn für das Geschenk danken, als sie seine Erregung mit einer Hand leicht streifte und spüren konnte. Sofort erröteten ihre Wange und er schmunzelte. Auch wenn ihn ihre Berührung fast um den Verstand gebracht hätte und sie am liebsten auf das Bett werfen würde, um das Kleid bei Seite zu ziehen um sie zu nehmen. Doch diesen Drang unterband er und atmete tief ein. "Das Rot deiner Wangen macht dich nur noch schöner." - "Entschuldige bitte, es war ein Versehen. Ich wollte dich nicht unsittlich berühren." entschuldigte sich Zina. Doch Aiden zog sie nur näher an sich und legte seine Lippen auf ihre. Dabei umschlossen seine starke Arme ihren Körper und hielten sie eng an sich. War es doch ein köstlicher Vorgeschmack auf das was er heute noch von ihr kosten würde.
Überrascht von seinem Kuss stand Zina nur da und wusste nicht wie sie reagieren sollte. Aiden löste den Kuss und lächelte sie verführerisch an. "Es brauch dir nicht leid zu tun, meine Hübsche. Auch wenn du es mit Absicht getan hättest wäre es für mich ein Kompliment. Denn das heißt nur das du mich und meinen Körper willst." entgegnete er selbstsicher. Noch etwas mehr Blut schoss in Zinas Wangen und röteten sie noch etwas mehr. Er nahm ihre Hand und ging mit ihr zu seinem Wagen. War es Zeit das sie nun auch auf der Party erscheinen würden. Die Fahrt über sagten sie kein Wort. Aiden überlegte, ob er seine Hand auf ihren Oberschenkel legen sollte. Doch er entschied sich dagegen, da er sie noch nicht zu etwas drängen wollte. Am heutigen Abend wollte er besonders charmant zu ihr sein. So hielt er ihr die Türen auf und machte ihr immer wieder den Hof.
Zina und Aiden kamen als letztes Pärchen auf den Ball. Alle Gäste, drehten sich um, als die Doppeltür aufging und die Beiden den Saal betraten. Gespräche die gerade noch geführt worden, wurden unterbrochen. Es schien fast so, als würde das Königspaar den Saal betreten. Jeder wich ihnen aus und sie konnten ohne Umwege auf den Ohrensesseln, die auf einem Podest des Saals standen platz nehmen. Erst als sie saßen ging das bunte Treiben im Saal weiter. Einige der Separees wurden von ein paar Pärchen genutzt, wobei sich einige nur unterhielten und andere wiederum schon etwas intimer wurden. Zina hatte über die Monate gefallen an diesen Partys gefunden, auch wenn ihr der eigentliche Hintergrund dieser Partys noch immer nicht bekannt war. Einer der männlichen Gäste in einem weißen Smoking und einer der goldenen Eulenmasken beobachtete seit dem Eintreffen Zina immer wieder.
Er konnte die Augen nicht von ihr lassen und er spürte das Verlangen sie zu besitzen sofort. Immer wieder beobachtete er wie Aiden kurz mit einem der anderen Gäste kurz verschwand. So versuchte er immer wieder etwas näher an Zina zu kommen. Doch wurde er immer von einem der Schlägertypen von Aiden oder einer der Frauen abgehalten ihr sich zu nähern. Zu vorangeschrittener Stunde machte sich Zina mit einem Glas Champagner auf den Weg durch den Saal und schaute sich um. Wollte sie doch auch ein wenig Spaß haben und nicht immer nur auf Aiden warten. Sie wollte sich unterhalten und ihren Spaß haben. Die Chance nutzte der Mann im weißen Smoking und lud Zina in eins der Separees durch eine andere Frau, mit einer Hasenmaske, ein. Diese nahm freudig gestimmt die Einladung an und folgte dem weißen Kaninchen.
Zina setzte sich zu dem Mann und die andere Frau verschwand wieder. Lächelnd stellte sich der Mann ihr vor. "Guten Abend Schönheit, mein Name ist Leon. Ich hoffe du genießt den Abend wie ich." Dabei setzte er ein charmantes Lächeln auf. Gerührt von der Höflichkeit strahlte Zina den Fremden an. "Mein Name ist Zina schön sie kennen zu lernen. Ja, ich genieße diese Bälle immer sehr." entgegnete sie ihm. Leon rückte etwas näher und sie begannen ein Smalltalk. In der Zwischenzeit hatte Aiden alle Hände mit zwei weiteren Gästen zu tun. Diese stritten sich offen um eine Frau, sodass er die Beiden in den Nebenraum bringen musste. Als Leon dies sah nahm er Zinas Hand und geleitete sie hinaus in den Flur, um mit ihr auf die Dachterrasse per Aufzug zu fahren. Wollte er doch etwas Zeit mit ihr allein verbringen.
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