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Nullam felis Tenebrarum (Teil 40)

"Du stehst vor einer, Wolf. Aber was willst du von uns?" fragte sie ihn. Es war nicht ihre Art, einen anderem Wesen zu helfen, schon gar nicht einem Wolf. Doch irgendetwas hatte Erasmus an sich was sie anzog. Zudem kam ihre Neugier, die sie schon oft in brenzliche Situationen gebracht hatte. Eras schaute sich um und entdeckte ein kleines Bio-Café am Ende der Straße und deutete hin. "Ich lade dich auf einen Kaffee ein und erzähle dir wieso ich deine Hilfe brauche." meinte er ernst und sichtlich besorgt zu gleich. Mit einem Nicken stimmte sie zu und ging mit ihm in das Café. Sie setzten sich an einen Tisch, der etwas abseits stand. So konnten sie offen reden, ohne das es gleich ein Nachbartisch mitbekam. Eras rückte den Stuhl von ihr etwas vom Tisch weg, sodass sie sich besser setzten konnte, bevor auch er Platz nahm. "Entschuldige mich bitte noch einmal, dass ich dich angerempelt habe. Aber ich hatte nur eine sehr wage Beschreibung wo ich wie dich finden würde." Die Nymphe nickte nur und tat es ab. "Ist schon gut. Aber es kommt auch sehr selten vor, dass ich auf einen wie dich treffe. Normalerweise meiden wir euer Revier." Bei dem Wort Revier konnte Erasmus nicht anders, als zu schmunzeln.

Er hatte sich nie einem Rudel angeschlossen und wollte auch nie so Leben. Bei seinem Schmunzeln erntete er nur einen fragenden Blick. Als er ihr, sein Schmunzel gerade erklären wollte, kam schon die Kellnerin und nahm die Bestellung entgegen. "Es ist nur so, dass ich nicht so eine Art Wolf bin. Ich habe kein Rudel und ich mache mir auch nichts daraus. Ich habe nur eine Familie, für die ich mein Leben geben würde, wenn es nötig wäre." Erklärte er nur kurz, bevor die Kellnerin nach wenigen Minuten mit zwei Kaffee am Tisch stand und diese behutsam abstellte. Als diese wieder verschwand und sich den anderen Gästen zu wendete, konnten die Beiden nun endlich offen reden. "Ich habe mich dir ja noch gar nicht vorgestellt." meinte Eras, bevor er einen Schluck Kaffee zu sich nahm. "Mein Name ist Erasmus, aber ich werde nur Eras gerufen. Wie du schon scharf erkannt hast bin ich ein Werwolf." stellte er sich ihr vor. "Es freut mich dich kennen zu lernen, Erasmus. Ja, du bist ein Wolf mit einer guten Schule, was Manieren betrifft. Ich bin Mila und ich bin wie du ja schon weißt eine Nymphe." stellte sich Mila ihm lächelnd vor, bevor auch sie an ihrem heißen Kaffee nippte.


Sie hatte ihn noch etwas nach gesüßt. "So Eras, wieso brauchst du dringend meine Hilfe? Kläre mich bitte auf." fragte sie ihn. Eras nahm noch einen Schluck bevor er ihr die Geschichte erzählte. Zum Schluss erklärte er ihr noch. "Ich weiß, dass es für jemanden Außenstehenden, sehr merkwürdig scheint. Dass gerade sich ein Wolf und ein Vampir verliebt haben. Aber sie ist mein Leben und auch die Anderen, die in unser Leben getreten sind, haben unsere Familie komplettiert. Ich liebe sie alle. Doch kann und will ich nicht ohne mein Stern sein. Also bitte ich dich, hilf mir sie zu retten. Ich weiß zwar noch nicht wie genau wir das anstellen, aber ich bin mir sicher, dass Ellen, unsere kleine Hexe, schon weiß wie sie es anstellt." seine Miene wurde sehr nachdenklich und besorgt. Innerlich hoffte er inständig, dass Mila ihm helfen würde. Während er ihr die Geschichte und die Bitte vortrug hatte Mila ihren Kaffee genossen und dachte gründlichst nach. "Ich bin bereit dir zu helfen, aber ich habe eine Bedingung an dich. Du hast gesagt, dass du alles tun würdest, damit ich euch helfe. Aber bist du dir sicher, dass du weißt was du da sagst?" fragte sie ihn ruhig. Sie hatte das Gefühl, dass er der Tragweite nicht bewusst war. 


Ohne zu zögern nickte er, sodass fast ein großer Schluck aus der Tasse auf seinen Schoss schwappte. "Ja ich bin mir sicher. Zu Ein Hundert Prozent. Ich will sie nicht noch einmal verlieren. So groß war der Schmerz und die Leere, als sie das Erste Mal verlor." Wieder nickte Mila, als Zeichen das sie ihn verstand. Sie war beeindruckt von der wahnsinnig großen Liebe und Hingabe zu mir. "Gut, dann werde ich euch helfen, wenn du bereit bist mit mir zu Schlafen." Er verschluckte sich an dem Kaffee, als er ihre Bedingung hörte. Erasmus starrte sie mit großen Augen an. Hatte er gerade richtig gehört? Hatte sie gerade gesagt, dass sie ihnen hilft, wenn er mit ihr schläft? War das ihr ernst? "Habe ich richtig gehört? Du willst, dass ich mit dir schlafe? Das ist deine Bedingung?" Mila trank aus und stellte nickend ihre Tasse ab. "Ja du hast richtig verstanden. Meine Bedingung ist es das du mit mir schläfst. Nur will ich das du der Bedingung zwei Tage vor Vollmond einlöst. Ich weiß ja nicht, wie vertraut du mit der Mythologie der Nymphen bist, aber wir ziehen unsere Energie aus dem Sex mit Männern. So glaube ich auch, dass zwei Tage vor Vollmond, du mich mit soviel Energie füllen wirst, dass es mich vielleicht sogar berauschen wird." 


Ihre Stimme hatte sich während sie ihm das Offenbarte in eine sehr Kühle Stimmlage gewandelt und er konnte erkennen, dass es ihr ernst war. Bei dem Gedanken streckten sich seine Nackenhaare und allein bei dem Gedanken, fühlte er sich gegenüber mir schuldig. Denn im tiefsten Inneren hatte er sich geschworen, mit keiner anderen Frau mehr so innig zu werden wie mit mir.  Jedoch war ihm auch bewusst, dass er dieser Bedingung nachkommen musste, wenn er mich retten wollte. "Und wie viele Monde willst du, dass ich .... dass ich die Bedingung erfülle?" fragte er immer noch geschockt nach. Sie überlegte kurz und schmunzelte ihn an. "Erasmus, es kommt drauf an wie gut du bist. Es kann einmal sein, aber auch auf Dauer. Das liegt allein in deiner Hand." Bei den puren Gedanken, daran dass sie mit ihm schlafen würde, durchströmte Erregung durch ihr Körper. Ihre Blicke wurden gierig und Eras erkannte, was sie gerade dachte und dennoch willigte er ein. Denn das Leben seines Sterns war dieses Opfer mehr als wert. So würde sein Herz dennoch nur einer gehören und das war keine Nymphe. "Gut, ich gehe auf deine Bedingungen ein."

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