Erasmus
zahlte und ging mit Mila noch zu ihr. In ihrem kleinen Apartment, was sie über
einer kleinen Bücherei auf der Straße, bewohnte, wollte sie ein paar Sachen
zusammen packen. Als Eras in das Schlafzimmer mit ihr ging erschlug es ihn
fast. Das Zimmer war mit hochwertigen Möbeln ausgestattet und alles erinnerte
ihn an die Geschichten von 1001 Nacht. An der Wand gegenüber der Tür stand ein
riesiges Bockspringbett mit beigem Bettbezug und goldenem Bettläufer. Auf dem
Bett waren unzählige Kissen in verschiedensten Formen und warmen Farben. Über
den Bett schien es fast so, als würde ein elfenbeinfarbener und mit Ornamenten
bestückter Spiegel schweben. Der tiefrote Betthimmel, der neben den Enden des
Bettes bodenlang hinunter hing, verlieh dem Bett noch etwas mehr Tiefe. Links
und Rechts neben den Spiegel waren aus dunklem Metall Kerzenhalter angebracht.
Die restlichen Möbel waren aus dunklem Holz, die einen schönen Kontrast zur
sandfarbenen Wand darstellte. Auf der Kommode standen Stulpenkerzen und von der
Decke hingen kleine Lichtspiele im orientalischen Stil herunter. Die Fenster
wurden von tiefroten, perlen besetzten Fadenvorhängen abgedunkelt.
„Ey Alter, beweg dein Arsch. Ich will wieder Richtung Heimat.“ Seine Stimme klang sehr genervt. Denn Eras konnte es nicht verstehen, wie man sich so zum Affen machen konnte und eine Frau so offensichtlich anstarren. Mit dem Schlag auf den Oberarm bekam Eras Luke endlich aus seiner Starre. „Wie Wo Was? Ach ja, ja ich geh ihn holen damit wir wieder zurück können.“ So trottete Luke wie ein kleiner begossener Pudel, und sich den Arm reibend in das Theater. Tyran hatte von der ganzen Sache nichts mitbekommen, denn er erholte sich immer noch im Keller, im Schutz vor der Sonne. Während Luke die Treppen hinunter stieg, warteten Eras und Mila auf die Beiden. Erasmus wurde immer ungeduldiger und lief in einem kleinen Kreis. „Oh man, dass dauert mir zu lang. Komm wir gehen.“ Meinte er angespannt und packte Mila an dem Arm und lief mit ihr und dem Koffer los. „Aua, du tust mir weh.“ Protestierte sie und versuchte sich aus seinem Griff zu befreien. Er löste den Griff nicht sondern erhöhte das Tempo. Sie knickte immer wieder mit ihren High Heels um, als sie versuchte mit ihm Schritt zu halten.
Mila sah den
schweifenden Blick von Eras und musste grinsen. "Na gefällt es dir? Wollen
wir gleich mit deiner Schuld anfangen. Ich hätte gerade Lust." hauchte sie
ihm mit einem verführerischen Unterton zu. Seine Wangen röteten sich und er
lehnte höflichst ab. "Nein, nein. Pack bitte ein paar Sachen zusammen.
Denn ich weiß nicht, wie lange du bei uns bleiben musst." Er schenkte ihr
ein kleines unsicheres Lächeln. Sie lächelte zurück und packte weiter ihre
Sachen. Eras setzte sich auf die kleine Sitzgelegenheit vor dem Bett und
wartete ungeduldig, darauf das sie fertig wurde. Mila dachte jedoch nicht daran
sich zu beeilen. Ihre Blicke ließ sie immer wieder über Erasmus Körper
schweifen. Gedanklich stellte sie ihn sich ohne seine Lederhose, den schwarzen
Boots und den dunklen Sweater vor. Nach dem sie den Koffer kaum zubekam, vor
lauter Klamotten, setzte sie sich auf seinen Schoß und küsste ihn. Ihre Hände
wanderten unter sein Sweater und ertasteten den Oberkörper. Die Fingerspitzen
fuhren von einem Muskel zum Nächsten, dabei spürte sie immer wieder kleinere
mal weniger deutliche und mal deutlich spürbare Narben.
Er war überrascht und angetan von
ihrer Forschheit und dennoch erwiderte er nicht ihren Kuss. Da sein Herz er nur
Einer Versprochen hatte. Dennoch konnte er sie für eine kleine Ewigkeit, in
seinen Augen, nicht von sich weisen. Doch dann löste er sich ebenso zögerlich
von ihr, wie er ihr Gedanken, den sie laut ausgesprochen hatte, abgewiesen
hatte. "Wir sollten losgehen Es wird bald Nacht und bis dahin sollte ich
zurück sein. Mit dir versteht sich." Mila schaute ihn tief in seine
bernsteinfarbenen Augen und lächelte. "Das ist mir noch nie passiert, dass
ein Wolf Angst vor mir hat. Keine Angst ich werde dich schon nicht umbringen
oder fressen. Schließlich brauche ich dich ja noch." Ohne seine Antwort
abzuwarten, stand sie von seinem Schoss auf und deutete auf ihren Koffer.
"Ich nehme an, dass du ihn trägst." Wortlos stand er auf und nahm den
Koffer an sich. Sie ließ ihn vor sich gehen. Eigentlich war es ihm zu wider
sich als keines Schosshündchen herum geschubst zu werden, doch seine Gedanken
an mich erinnerten ihn immer wieder daran wofür er das tat.
Beide gingen die Straße entlang zum
alten Theater. Es waren nur noch wenige Stunde bis die Sonne unterging.
Inständig hoffte Eras, dass wenigstens Luke schon wach war. Erasmus Gebete
wurde erhört, denn als er mit den Koffer und der Nymphe um die Ecke bog, stand
Luke gerade draußen und vertrat sich die Beine. Als er Erasmus mit dem Koffer sah,
begann er vor Lachen zu schnaufen. „Bist du jetzt unter die Kofferjungen
gegangen?“ Die Freude, dass Luke da war weichte einem bösen Blick. „Kleiner
halt die Klappe und nimm mir das Ding ab. Wenigstens habe ich in der Zeit wo
ihr gepennt habt, was Nützliches gemacht. Pennt Ty noch? Wenn ja geh rein und
weg ihn.“ Bei dem letzten Satz schlich sich ein diabolisches Lächeln auf
Erasmus Lippen. Luke verstand den Wink nicht sofort, denn seine Augen waren auf
den Körper der Nymphe geheftet. Wenn man Luke so anschaute konnte man ihn fast
mit einem sabbernden Welpen verwechseln. Eras stellt den Koffer von Lukes Füßen
ab und holte aus. Er schlug ihn mit geballter Faust auf den Oberarm, sodass
Luke sich wieder auf das Wesentliche konzentrierte.
„Ey Alter, beweg dein Arsch. Ich will wieder Richtung Heimat.“ Seine Stimme klang sehr genervt. Denn Eras konnte es nicht verstehen, wie man sich so zum Affen machen konnte und eine Frau so offensichtlich anstarren. Mit dem Schlag auf den Oberarm bekam Eras Luke endlich aus seiner Starre. „Wie Wo Was? Ach ja, ja ich geh ihn holen damit wir wieder zurück können.“ So trottete Luke wie ein kleiner begossener Pudel, und sich den Arm reibend in das Theater. Tyran hatte von der ganzen Sache nichts mitbekommen, denn er erholte sich immer noch im Keller, im Schutz vor der Sonne. Während Luke die Treppen hinunter stieg, warteten Eras und Mila auf die Beiden. Erasmus wurde immer ungeduldiger und lief in einem kleinen Kreis. „Oh man, dass dauert mir zu lang. Komm wir gehen.“ Meinte er angespannt und packte Mila an dem Arm und lief mit ihr und dem Koffer los. „Aua, du tust mir weh.“ Protestierte sie und versuchte sich aus seinem Griff zu befreien. Er löste den Griff nicht sondern erhöhte das Tempo. Sie knickte immer wieder mit ihren High Heels um, als sie versuchte mit ihm Schritt zu halten.
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