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Nullam felis Tenebrarum (Teil 42)

Mein Körper begann langsam die Brüchen wieder zusammen zusetzen. Dennoch war ich durch die aufeinander geprallten Zauber und deren Wucht innerlich zerrissen wurden. Da es ein magischer Schaden war, würde es so nicht heilen. Zudem wurde mir durch die magische Überladung, eine Art Gift in meinem Körper frei gesetzt, dass mich nun langsam aber stetig umzubringen drohte. Mein Körper kämpfte zwar dagegen an, doch brachte es nichts, außer das ich immer mehr Energie verbrauchte. Mein Geist flehte die Mondgöttin an, dass sie über meine Liebsten wachen sollte und ich bereitete mich langsam darauf vor, dass ich nun bald auf ewig neben ihr zur Jagd gehen würde. Hatte ich mich über die vergangenen Jahrhunderte es mir doch immer wieder mal gewünscht, doch nun merkte ich, dass ich noch nicht soweit war. Doch es lag nicht mehr in meiner Hand. Ich musste auf meine Freunde vertrauen, dass sie alles tun würde um mich zu versuchen zu retten. Es kam mir so vor, als würde ich über mir schweben und alles so still neben mir verfolgen können. Aber ich wusste, dass mir nur mein Verstand ein Streich spielte. Er projizierte mir die Bilder in den Kopf und verknüpfte die mit dem was ich im Unterbewusstsein wahrnahm.

Ellen wälzte in den alten Büchern von mir, die es noch irgendwie bei der Überladung und der Zerstörung des Hauses überlebt hatten, in der Hoffnung, dass sie etwas fand. Cecillia schaute immer wieder nach mir. Es hörte sich so an, als ging sie zwischen dem hinteren Zimmer, wo ich lag und dem Verkaufsbereich auf und ab. Ich wusste nicht wie viel Zeit schon verstrichen war, aber es musste schon einige Zeit vergangen sein, denn Cecillias Gang wurde immer nervöser und die Luft war schon in Sorge gedrängt. Eras hatte die Hälfte des Weges mit Mila zurückgelegt, als Ty mit Luke zu ihnen stießen. Man konnte deutlich das Testosteron in der Luft spüren als die Beiden Mila erblickten. Der Wolf schnaufte, ging es ihm doch nicht schnell genug, so drückte er Tyran den Koffer gegen die Brust, als dieser gerade mit seinen Blicken ihre Rundungen nachzeichnete. Mit einem Stöhnen nahm er den Koffer entgegen. Luke schaute etwas verwirrt der Szene zu, auch wenn auch seine Augen mehr an Milas Körper heftete als alles andere. "Jungs ihr habt eure Frauen, also bekommt euch wieder ein. Kommt, es ist nicht mehr weit.


Ich will so schnell wie möglich zu Maeve zurück." Mit diesen Worten legte Erasmus seine Hände um Milas Hüfte, die zu grinsen begann. Kann er doch meinen natürlichen Reizen nicht widerstehen, dachte sie sich. Sie hatte ihren Gedanken noch nicht einmal zu Ende geführt, als sie merkte wie sie in die Luft gehoben wurde und über die Schulter gelegt. Sie schnaufte und wollte gerade protestieren, als ihr Eras zuvor kam. "Spar dir dein Kommentar. Du weißt, wenn wir zu spät kommen wird nichts aus unserer Vereinbarung und es ist mir scheiß egal wie du dann wieder nach Hause kommst." Mila schluckte und verdrehte nur die Augen, während sie krampfhaft versuchte ihr kurzes Kleidchen unten zu lassen, sodass nicht jeder sehen konnte was sie Reizwäsche drunter trug. Forschen Schrittes setzte Erasmus sich wieder in Bewegung und legte nun noch einmal etwas mehr zu. Luke und Tyran dackelten liebestoll hinterher auf der Hoffnung doch noch einen Blick erhaschen zu können. So schafften sie den Weg innerhalb von zwei Stunden. Hatten beide doch ihre Freundinnen komplett vergessen und waren im Bann der Nymphe gefangen.


Als Eras mit Mila über die Schulter den Laden betrat, gefolgt von den zwei liebestollen Männern, konnte sich Cecillia ein Grinsen nicht verkneifen. Ellen schloss die Tür und griff sich dann die Ohren von Luke und Tyran. "Also wirklich, den Anstand habt ihr aber auch irgendwo verloren Jungs." ermahnte sie sie. Seufzend schauten die Beiden Eras hinterher, als er mit Mila im Hinterzimmer verschwand. Dort setzte er sie ab und rief Cecillia zu sich. "Pass auf sie auf. Nicht das sie sich entscheidet doch wieder zu gehen." meinte er streng und kam dann zu mir. Er beugte sich zu mir herunter und legte seine zarten Lippen auf meiner Stirn zu einem Kuss ab. "Liebste ich werde dich retten, egal wieviel ich dafür aufbringen muss." Danach wendete er sich wieder ab und ging zu Ellen in den vorderen Bereich. "Hast du was gefunden? Was brauchst du von ihr." Ellen nickte und rückte ihre Brille zurecht, als sie an die Theke ging, wo ein großes altes Buch aufgeschlagen da lag. "Es müsste dieser Trank hier sein. Er besteht aus dem Blut von der Nymphe und die eines Menschen. Dazu brauche ich noch einige Kräuter, die aber alle hier zum Glück vorhanden sind. 


Das einzige Problem was wir haben ist. Das wir einmal reines Menschenblut brauchen ohne magische Essenz darin und die Nymphe müsste uns freiwillig das Blut von ihr geben." Er runzelte die Stirn und richtete sein Blick in Richtung zu Tyran. "Haben wir hier eine Blutbank?" Ty überlegte kurz und nickte. Hatte er ja vernommen was gebraucht würde und machte sich sofort auf den Weg. Aber nicht ohne den Koffer nun Luke in die Hand zu drücken. "In einer halben Stunde bin ich wieder da." meinte er gelassen und verschwand aus der Tür. Ellen und Eras bereiteten in der Zwischenzeit alles für den Trank vor und Cecillia schnappte sich Luke mit dem Koffer und ging ein Stockwerk höher. Sie richteten ein kleines Zimmer für den Gast her. Tyran kam mit fünf Blutkonserven wieder und legte sie zu den anderen Zutaten. Dabei grinste er schelmisch und ging dann zu Cecillia und Luke nach oben. Eras ging nun zu Mila die es sich auf der alten Couch bequem gemacht hatte und mit ihrem Smartphone im Netz surfte. Er stand im Türrahmen und räusperte sich. "Kommst du, wir brauchen dich jetzt."

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