Ich erholte mich rasch und wir hatten einige Monate der Ruhe uns verdient. Dennoch behielten wir die Werwölfe genau im Auge. Wir alle wuchsen immer mehr zusammen. Die nächtlichen Streifzüge mit den Männern machte ich ausschließlich allein und die Mädchen blieben zu Hause. Zu groß erschien mir die Gefahr, dass ihnen wieder etwas zustoßen würde. Mir gefiel die Ruhe nicht sonderlich, doch ich wusste das sie jeder von uns brauchte. Noch vor Sonnenaufgang kamen Ty, Eras und ich wieder zurück nach Hause. Ty hatte sein Zimmer auf den Dachboden bekommen. So konnte er sich nun auch endlich zurückziehen. Er hatte seine Etage in ein kleines separates Apartment verwandelt und es sehr rustikal eingerichtet. Man konnte spüren das er dafür dankbar war. Auch wenn keiner es eigentlich mitbekommen sollte, so konnte man die kleinen Flirtereien zwischen ihm und Cecilia spüren. Sie schlich sich oftmals, wenn Ellen beschäftigt war, nach oben zu ihm. Doch trauten sie sich nicht es auch öffentlich zu machen. In Cecilia wuchsen immer wieder Zweifel auf, ob das was sie tat auch richtig war. Nachts als wir wieder einmal auf Streifzug waren schlich sich Cecilia hinaus und verschwand in die Nacht hinein. Ellen, die wieder einmal über den Büchern der Hexenkunst saß, bekam von all dem nichts mit.
Cecilia ging schnellen Schrittes tief in den angrenzenden Wald und nahm dann einen kleinen Weg zum Friedhof. Dort verschwand sie in einen der Gruften. Durch einen langen dunklen Gang, der nur von ein paar wenigen Fackeln beleuchtet wurde, schlich sich zielsicher zu einem großen Raum. In diesem Raum war ein aufwendig mit Verzierungen bestückter Sarg an der hintersten Wand, auf der gleichen Ebene wie eine Art Thron nur aus Stein. "Komm näher," rief eine dunkle Stimme durch den Raum. Langsam und unsicher näherte sich Cecilia der dunklen Gestalt auf dem Thron. "Sag was hast du zu berichten." Sie kniete näher und begann von unseren letzten Tagen zu erzählen. "Sie geht mit dem Vampir und einem Wolf jeden Abend Streife. Sie suchen nach Aktivitäten von Werwölfen." Die Gestalt nickte nur stumm und stand auf. Schweren und stumpfen Schrittes kam die Gestalt auf sie zu. Die langen knochigen Finger langten nach ihrem Kinn und hoben es an. Cecilia schaute in die alten, grauen Augen und im nächsten Moment spürte sie einen Schmerz auf ihrer Wange. Er hatte ihr eine Ohrfeige verpasst. Im nächsten Moment flog sich auch schon durch den Raum und prallte mit ihren Rücken gegen die gegenüberliegende Wand.
Ihr Körper sackte in sich zusammen und sie blieb einen Moment lang liegen. "Das nächste Mal will ich wissen, was die Hexe plant. Sie macht nie etwas ohne einen Plan zu haben. Also find heraus was sie plant, sonst wirst du das nächste Mal nicht mehr lebend diese Hallen verlassen, Miststück." schrie die Gestalt und kehrte auf seinen Thron zurück. Cecilia nickte nur schwach und kam schwer fällig wieder auf die Beine. Sie stolperte den Gang entlang ins Freie. Die Sonne würde bald aufgehen, dass hieß das alle bald wieder zu hause sein würden. Sie musste sich also beeilen, wenn es nicht auffallen sollte, dass sie weg war. Im nächsten Augenblick sah man eine Schneeeule empor steigen, die etwas taumelnd durch die Luft flog. Einer ihrer Flügel war verletzt, was ihr das Fliegen etwas erschwerte. Die Eule schwebte im leichten Wind und überflog die Baumwipfel, denn so würde sie von den Kreaturen der Nacht nicht gesehen werden und käme ohne Zwischenfällen an ihr Ziel. Als sie zur Landung in Maeves Garten ansetzte, geriet sie wieder in trudeln und legte eine Bruchlandung hin. Die Schneeeule kugelte sich über den Boden und schließlich blieb Cecilia liegen. Sie hoffte inständig das keiner sie dabei beobachtet hatte. Schnellen Fußes stand sie auf und ging ins Haus. Ohne sich bemerkbar zu machen, stolperte sie in ihre Zimmer, was sie sich mit Ellen teilte und zog sich um.
Danach ging sie ins Bad um sich zu waschen und ihren Körper nach Wunden abzusuchen. Zum Glück waren keine sichtbaren Verletzungen zu sehen, nur taten ihre Knochen durch die Kollision mit der Wand sehr weh. Aber sie war heilfroh noch zu leben. "Dieser kleine Wichser." murmelte sie in sich hinein. Als sie gerade das Bad verließ kamen Ty, Eras und ich von dem Streifzug wieder. Ty rief alle zusammen und wir setzten uns an unseren Esstisch. Ich zog meine Stirn in Falten und wirkte sehr nachdenklich, denn das was wir heute Abend erfahren haben, ließen mir die Nackenhaare aufstellen. "Ich, ähm wir glauben das es bald mit der Ruhe und dem Frieden bald vorbei sein wird. Die Werwölfe schließen sich nun wieder immer mehr zusammen und es wird auch bald wieder Vollmond sein, Im Untergrund munkelt man, dass sie sich neu formatieren wollen und beim nächsten Vollmond die Stadt angreifen wollen. Es sind schon viele Vampire geflüchtet." Ellen schaute erschrocken und leicht ängstlich, wusste sie was für eine Gefahr von ihnen ausgehen würde. Doch Cecilia wirkte auf und alle etwas abwesend. Ty schaute zu ihr und hauchte ihr leise zu: "Ist alles mit dir in Ordnung?" Sie schaute ihn mit einem kleinen schmunzeln an und nickte ihm zu.
Ich schaute in die Runde und seufzte etwas. "Wir werden uns jetzt verstärkt schützen müssen und ich hoffe du wirst mir dabei helfen, Ellen." Ellen nickte eifrig und erzählte von ein zwei Zaubern und Riten, die sie gelesen hatte. Diese sollten als erster Wall sehr gut sein. Dann erhob Eras das Wort. "Ty, Maeve und ich werden nun auch wieder verstärkt auf Jagd gehen. Wir wollen noch vor dem nächsten Vollmond einige der Werwölfe ausschalten. So dass ihre Rudel sich nicht zusammen schließen und vielleicht auch von einem Angriff absehen. Allerdings müssen wir uns beeilen, denn wir haben nur noch zwei Wochen." Die Mädchen nickten. Tys Blick sah besorgt aus und auch als seine Stimme erklang, war die Sorge um das Wohlbefinden der Mädchen spürbar. "Zudem möchten wir, dass ihr nicht mehr ausgeht, wenigstens solange, bis wir das Wolfproblem im Griff haben. Wir wollen nicht das einer von euch etwas passiert." Sein Blick blieb auf Cecilia hängen. Beide Mädchen nickten wieder. "Wie kann ich euch helfen?" fragte Cecilia, denn schließlich waren ja an jedem schon Aufgaben verteilt nur an sie nicht. Ich überlegte kurz und lächelte. "Wir haben nie darüber geredet, aber ich glaube das es jetzt der geeignete Moment ist, wo du uns vielleicht noch etwas über dich sagen solltest, oder?"
Cecilia schluckte, in ihren Gedanken wuselte es umher. Weiß sie das ich für Bestlin arbeite? Weiß sie was ich wirklich bin? Aber woher sollte sie es wissen? Ich habe doch immer aufgepasst das mich keiner sieht. Ihre Wangen röteten sich und sie senkte den Blick, stottern begann sie zu erzählen. "Ja es stimmt ich habe etwas verheimlicht. Ich, ich bin nicht immer ein Mensch. Manchmal kann ich mich auch in eine Schneeeule verwandeln. Deswegen waren auch meine Arme im Kerker gefesselt, als ihr mich gefunden habt. Und ich ..." Ein Lachen platzte aus Ty und Eras gleichzeitig heraus und Cecilia sah die Beiden verwundert an. "Was ist denn daran so komisch?" fragte sie. "Na ja, kurz nach dem das mit dem Theater war, wussten wir Beide das schon, Cecy. Man kann es an dir riechen." entgegnete ihr Ty. "Auch in deiner Aura kann man das sehen, Liebes. Doch wir haben beschlossen, dass du es uns selbst sagen solltest. Nur leider, zwangen uns diese Umstände gerade, dich etwas anzutreiben." meinte ich aufmunternd mit einem Lächeln unterstützend zu ihr. "Zudem ist das doch nichts wofür man sich schämen müsste." sagte Ellen und schloss sie in die Arme "Ich bin ehrlich gesagt sogar etwas neidisch auf dich. Denn jeder hier hat irgendwas cooles an sich und ich? Ich bin nur ein kleines hilfloses Mädchen."
Lachend und schwerelos, dennoch mit den Gedanken im Hinterkopf, dass uns bald wieder ein Kampf bevorstehen würde, schlossen wir die Nacht ab und gingen nach einander ins Bett. Ellen sprach noch vorher das Ritual und Cecilia schlich sich in dieser Zeit zu Tyran hoch. Sie legte sich zu ihm und genoss seine kalte Haut, die ihr doch Wärme schenkte. Als er seine Arme um sie schloss verzog sie schmerzverzerrt leicht das Gesicht. "Was hast du? Habe ich dir weh getan?" Cecilia log ihn an und schüttelte nur den Kopf. "Ich bin heute nicht so sanft gelandet wie ich es eigentlich wollte." Nach und nach kehrte Ruhe bei uns ein. Die nächsten Tage und Wochen würden wieder mehr von uns abverlangen.
Cecilia ging schnellen Schrittes tief in den angrenzenden Wald und nahm dann einen kleinen Weg zum Friedhof. Dort verschwand sie in einen der Gruften. Durch einen langen dunklen Gang, der nur von ein paar wenigen Fackeln beleuchtet wurde, schlich sich zielsicher zu einem großen Raum. In diesem Raum war ein aufwendig mit Verzierungen bestückter Sarg an der hintersten Wand, auf der gleichen Ebene wie eine Art Thron nur aus Stein. "Komm näher," rief eine dunkle Stimme durch den Raum. Langsam und unsicher näherte sich Cecilia der dunklen Gestalt auf dem Thron. "Sag was hast du zu berichten." Sie kniete näher und begann von unseren letzten Tagen zu erzählen. "Sie geht mit dem Vampir und einem Wolf jeden Abend Streife. Sie suchen nach Aktivitäten von Werwölfen." Die Gestalt nickte nur stumm und stand auf. Schweren und stumpfen Schrittes kam die Gestalt auf sie zu. Die langen knochigen Finger langten nach ihrem Kinn und hoben es an. Cecilia schaute in die alten, grauen Augen und im nächsten Moment spürte sie einen Schmerz auf ihrer Wange. Er hatte ihr eine Ohrfeige verpasst. Im nächsten Moment flog sich auch schon durch den Raum und prallte mit ihren Rücken gegen die gegenüberliegende Wand.
Ihr Körper sackte in sich zusammen und sie blieb einen Moment lang liegen. "Das nächste Mal will ich wissen, was die Hexe plant. Sie macht nie etwas ohne einen Plan zu haben. Also find heraus was sie plant, sonst wirst du das nächste Mal nicht mehr lebend diese Hallen verlassen, Miststück." schrie die Gestalt und kehrte auf seinen Thron zurück. Cecilia nickte nur schwach und kam schwer fällig wieder auf die Beine. Sie stolperte den Gang entlang ins Freie. Die Sonne würde bald aufgehen, dass hieß das alle bald wieder zu hause sein würden. Sie musste sich also beeilen, wenn es nicht auffallen sollte, dass sie weg war. Im nächsten Augenblick sah man eine Schneeeule empor steigen, die etwas taumelnd durch die Luft flog. Einer ihrer Flügel war verletzt, was ihr das Fliegen etwas erschwerte. Die Eule schwebte im leichten Wind und überflog die Baumwipfel, denn so würde sie von den Kreaturen der Nacht nicht gesehen werden und käme ohne Zwischenfällen an ihr Ziel. Als sie zur Landung in Maeves Garten ansetzte, geriet sie wieder in trudeln und legte eine Bruchlandung hin. Die Schneeeule kugelte sich über den Boden und schließlich blieb Cecilia liegen. Sie hoffte inständig das keiner sie dabei beobachtet hatte. Schnellen Fußes stand sie auf und ging ins Haus. Ohne sich bemerkbar zu machen, stolperte sie in ihre Zimmer, was sie sich mit Ellen teilte und zog sich um.
Danach ging sie ins Bad um sich zu waschen und ihren Körper nach Wunden abzusuchen. Zum Glück waren keine sichtbaren Verletzungen zu sehen, nur taten ihre Knochen durch die Kollision mit der Wand sehr weh. Aber sie war heilfroh noch zu leben. "Dieser kleine Wichser." murmelte sie in sich hinein. Als sie gerade das Bad verließ kamen Ty, Eras und ich von dem Streifzug wieder. Ty rief alle zusammen und wir setzten uns an unseren Esstisch. Ich zog meine Stirn in Falten und wirkte sehr nachdenklich, denn das was wir heute Abend erfahren haben, ließen mir die Nackenhaare aufstellen. "Ich, ähm wir glauben das es bald mit der Ruhe und dem Frieden bald vorbei sein wird. Die Werwölfe schließen sich nun wieder immer mehr zusammen und es wird auch bald wieder Vollmond sein, Im Untergrund munkelt man, dass sie sich neu formatieren wollen und beim nächsten Vollmond die Stadt angreifen wollen. Es sind schon viele Vampire geflüchtet." Ellen schaute erschrocken und leicht ängstlich, wusste sie was für eine Gefahr von ihnen ausgehen würde. Doch Cecilia wirkte auf und alle etwas abwesend. Ty schaute zu ihr und hauchte ihr leise zu: "Ist alles mit dir in Ordnung?" Sie schaute ihn mit einem kleinen schmunzeln an und nickte ihm zu.
Ich schaute in die Runde und seufzte etwas. "Wir werden uns jetzt verstärkt schützen müssen und ich hoffe du wirst mir dabei helfen, Ellen." Ellen nickte eifrig und erzählte von ein zwei Zaubern und Riten, die sie gelesen hatte. Diese sollten als erster Wall sehr gut sein. Dann erhob Eras das Wort. "Ty, Maeve und ich werden nun auch wieder verstärkt auf Jagd gehen. Wir wollen noch vor dem nächsten Vollmond einige der Werwölfe ausschalten. So dass ihre Rudel sich nicht zusammen schließen und vielleicht auch von einem Angriff absehen. Allerdings müssen wir uns beeilen, denn wir haben nur noch zwei Wochen." Die Mädchen nickten. Tys Blick sah besorgt aus und auch als seine Stimme erklang, war die Sorge um das Wohlbefinden der Mädchen spürbar. "Zudem möchten wir, dass ihr nicht mehr ausgeht, wenigstens solange, bis wir das Wolfproblem im Griff haben. Wir wollen nicht das einer von euch etwas passiert." Sein Blick blieb auf Cecilia hängen. Beide Mädchen nickten wieder. "Wie kann ich euch helfen?" fragte Cecilia, denn schließlich waren ja an jedem schon Aufgaben verteilt nur an sie nicht. Ich überlegte kurz und lächelte. "Wir haben nie darüber geredet, aber ich glaube das es jetzt der geeignete Moment ist, wo du uns vielleicht noch etwas über dich sagen solltest, oder?"
Cecilia schluckte, in ihren Gedanken wuselte es umher. Weiß sie das ich für Bestlin arbeite? Weiß sie was ich wirklich bin? Aber woher sollte sie es wissen? Ich habe doch immer aufgepasst das mich keiner sieht. Ihre Wangen röteten sich und sie senkte den Blick, stottern begann sie zu erzählen. "Ja es stimmt ich habe etwas verheimlicht. Ich, ich bin nicht immer ein Mensch. Manchmal kann ich mich auch in eine Schneeeule verwandeln. Deswegen waren auch meine Arme im Kerker gefesselt, als ihr mich gefunden habt. Und ich ..." Ein Lachen platzte aus Ty und Eras gleichzeitig heraus und Cecilia sah die Beiden verwundert an. "Was ist denn daran so komisch?" fragte sie. "Na ja, kurz nach dem das mit dem Theater war, wussten wir Beide das schon, Cecy. Man kann es an dir riechen." entgegnete ihr Ty. "Auch in deiner Aura kann man das sehen, Liebes. Doch wir haben beschlossen, dass du es uns selbst sagen solltest. Nur leider, zwangen uns diese Umstände gerade, dich etwas anzutreiben." meinte ich aufmunternd mit einem Lächeln unterstützend zu ihr. "Zudem ist das doch nichts wofür man sich schämen müsste." sagte Ellen und schloss sie in die Arme "Ich bin ehrlich gesagt sogar etwas neidisch auf dich. Denn jeder hier hat irgendwas cooles an sich und ich? Ich bin nur ein kleines hilfloses Mädchen."
Lachend und schwerelos, dennoch mit den Gedanken im Hinterkopf, dass uns bald wieder ein Kampf bevorstehen würde, schlossen wir die Nacht ab und gingen nach einander ins Bett. Ellen sprach noch vorher das Ritual und Cecilia schlich sich in dieser Zeit zu Tyran hoch. Sie legte sich zu ihm und genoss seine kalte Haut, die ihr doch Wärme schenkte. Als er seine Arme um sie schloss verzog sie schmerzverzerrt leicht das Gesicht. "Was hast du? Habe ich dir weh getan?" Cecilia log ihn an und schüttelte nur den Kopf. "Ich bin heute nicht so sanft gelandet wie ich es eigentlich wollte." Nach und nach kehrte Ruhe bei uns ein. Die nächsten Tage und Wochen würden wieder mehr von uns abverlangen.
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