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Nullam felis Tenebrarum (Teil 39)

Dabei ergriff ich das Handgelenk von Ellen, die nehmen mir stand. Ein lautes, schrilles Kreischen durchflutete den Raum. Alle Blicke wandten sich zu ihr. Ihre Blicke wanderten langsam an ihrem Arm hinunter, bis sie meine Hand, die ihn schwach umschloss, entdeckte. Ruckartig wendete sie sich zu mir. Ihr Blick verriet mir, dass ich nicht so gut aussah. Ich zwang mich zu einem kleinen Lächeln und deutete ihr, sich zu mir zu beugen. "Was machst du denn da, Ellen?" fragte Ty stirnrunzelnd. Er hatte meine Hand nicht an ihrem Arm gesehen. Von Ellen kam nur ein dominantes Psst. Leise und kaum hörbar hauchte ich Ellen nur ein paar Bruchstücke zu. Zu mehr war ich nicht in der Lage, da mein Körper noch viel zu geschwächt war. "Eras ... zu gefährlich ... Nymphen ... südlich ... Theater." Nachdem das letzte Wort meine Lippen verlassen hatte, wurde ich wieder bewusstlos. Ellen hatte den Zusammenhang noch nicht ganz verstanden, doch wusste sie was zu tun war. Sie stürmte los und rief den Anderen noch zu "Ty und Luke kommt mit. Wir müssen ihn aufhalten!" Luke und Tyran schauten sich verwundert an, noch immer wusste keiner diese Situation gerade einzuordnen, doch folgten Luke und Tyran Ellen in den Lagerraum zu Erasmus.

Dieser war gerade mit den Vorbereitungen für den Zauber fertig geworden, als die Drei in den Raum stürmten. "Eras, nein! Das ist zu gefährlich, hat Maeve gesagt." Ty und Luke starrten Ellen an, als hätte sie sich vor ihren Augen in einen Geist verwandelt. Erasmus Augen funkelten bernsteinfarbend und er fragte sie knurrend "Ellen was hast du gesagt. Maeve braucht Hilfe, und das am Besten gestern schon." mit beruhigender Stimme und langsamen Schritten näherte sich Ellen Erasmus. Sie wusste das, da der Wolf aus ihm sprach und sie ihn so gut es ging wieder beruhigen musste. "Sie ist gerade kurz wach geworden und hat mir versucht etwas zu sagen, bevor sie wieder ohnmächtig wurde." Er schaute ihr tief in die Augen und wusste, dass das was sie sagte die Wahrheit war. Er drehte sich zu dem Kreis aus Salz und dem Altar um, bevor er seufzte und wieder ganz ruhig wurde. Erasmus hatte allen den Rücken zu gewandt, denn der Schmerz war Groß seine Geliebte so zu sehen und nicht zu wissen wie er ihr helfen konnte. Seine Augen füllten sich langsam mit Tränen die er versuchte wegzuzwinkern.


Tyran und Luke kamen nun auch näher und Tyran legte ihm sanft eine Hand auf die Schulter. "Wir werden einen Weg finden sie zu retten." meinte er sanft und mitfühlend. Eras nickte nur, der Kloß in seinem Hals war schon viel zu groß, als dass er noch einen Satz heraus bringen würde. Ty wendete sich zu Ellen mit seinem Blick und stellte die Frage die Eras nicht über die Lippen bekam. "Was hat sie dir denn gesagt?" Sie holte tief Luft und zählte langsam und deutlich die Bruchstücke auf, die ich ihr genannt hatte. Mit seinem Ärmel wischte er sich die Augen trocken und drehte sich um. "Jungs ihr wisst was wir zu tun haben. Wir müssen diese Nymphen finden. Ellen danke dir und such bitte nach einem Trank welcher uns helfen kann Maeve zu heilen. Ich hoffe wir sind noch vor Einbruch des Sonnenaufgangs wieder da, sonst werden wir erst nächste Nacht zurück sein." Sie nickte und konnte sich ein kleinen Schmunzeln nicht verkneifen, denn sie wusste, dass Eras sein Kampfwille wieder übernommen hatte. "Wir werden sie retten, Eras. Da bin ich mir sicher." Ermutigte sie Erasmus bevor die drei Jungs den Laden über die Laderampe verließen.


Ellen kehrte zu Cecilia, dem Unbekannten und mir zurück. Sie informierte auch Cecilia über die Absprache mit den Jungs. Die Mädchen beschlossen, sich auf die Suche nach Büchern zu machen, in denen Zaubersprüche und Rezepte für Tinkturen standen. Sie hoffen, dass sie in einem der Bücher fündig werden würden. Die Nacht stritt immer weiter voran, bis es nur noch wenige Stunden waren, bis die Sonne aufging. Die drei Männer erreichten das Theater und schauten sich um. Es würde zu lange dauern, die Nymphen zu finden, als das die Nacht noch andauern würde. So kamen sie zum Endschluss, dass sie einen Unterschlupf im Theater suchten. So würde Tyran nichts passieren. Während der Tag anbrach und Luke sowie Tyran schliefen, kreisten die Gedanken von Erasmus um mich. Er hoffte so schnell wie möglich eine Nymphe zu finden, bevor es doch zu spät war. So beschloss er, dass er sich allein auf die Suche machen würde. Den beiden Anderen hinterließ er eine Nachricht, bevor er das Versteck verließ und sich auf die Suche machte. Immer wieder erinnerte er sich an die Worte von Ellen.


Irgendwas mussten sie doch bedeuten. Nur was! Er ging erst zwei Blocks südlich vom Theater entlang, bevor er wieder zurück ging. Dabei stieß er mit einer jungen, attraktiven Dame zusammen. Für einen kurzen Moment glitzerten ihre Augen in einem wunderschönen weißblauen Strudel, als sich die Blicke von ihr und ihm trafen. Sie erkannte sofort, was Erasmus Natur war und ging ein Schritt zurück. "Entschuldigen Sie bitte." meinte er nur knapp und wollte gerade weitergehen, als ihn ihr Geruch in die Nase stieg. Nun betrachtete er sie genauer und konnte in ihrer Aura noch eine magische Signatur wahrnehmen. Er wusste, dass sie ihn schon längst erkannt hatte. "Ich mache dir nichts, aber vielleicht kannst du mir helfen." Eras wusste das es riskant war, aber was hatte er schon zu verlieren. "Was willst du von mir, Wolf?" fragte sie ihn und blinzelte ihn an. "Ich muss nur wissen wo ich die Nymphen finde. Es ist wirklich wichtig." Sein Gesichtsausdruck sprach Bände und ließ die Dame ihre anfängliche Scheu verlieren. "Es scheint dir wirklich sehr wichtig zu sein." entgegnete sie ihm und offenbarte sich Eras nun komplett. Er hatte es geschafft. Sie war eine Nymphe.

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