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Ein rabenschwarzer Tag

Wenn ein Tag schön beginnt und man denkt, dass man alles überstehen kann, sollte man sich dennoch nicht zu sicher fühlen. Diese Erfahrung musste ich schmerzlichst erst erfahren. Der Tag begann super, doch ich hätte lieber im Bett liegen bleiben sollen. Als ich aufstand hatte ich mich über den Regen gefreut und dachte dass es den Blumen im Garten richtig gut tun würde. Mir guter Laune und viel Energie bin ich aufgestanden, als ich den Blick im Kleiderschrank schweifen ließ, griff ich instinktiv nach ein paar schwarzen Sachen. Wieder einmal dachte ich mir nichts dabei. Ich habe die Anzeichen einfach ignoriert, die sonst nie übersehen hätte. Doch meine gute Laune überwog in diesem Moment.

Ich wollte in der Stadt bei der Versicherung etwas klären. Da bekam ich den ersten Magenschlag. Ich wusste, dass diese Regelung noch unangenehme Nebenwirkungen für mich bereithielt. Deswegen versuchte ich mein Glück auf einer anderen Stelle, doch auch da bekam ich nur die gleiche Aussage. Den Menschen den ich aus meinen Leben gestrichen gedacht hatte, wurde nun wieder schmerzhaft in mein Leben zurück katapultiert. Zu diesem Zeitpunkt dachte ich, es würde nicht schlimmer kommen können. Doch weit gefehlt! Schlimmer geht immer! Immer mehr Wolken sollten sich auf meiner Seele breit machen und sie verdunkeln. Zu Hause beschloss ich meinen Ärger und Frust ab zu lassen und entschied mal wieder meine Mutter anzurufen und hoffte auf eine Rat, ein offenes Ohr und gute Nachrichten. Aber wieso sollte man denn aufhören eine Seele zu belasten, wenn man doch erst gerade angefangen hat. So erkundigte ich mich ob es in meiner Familie Neuigkeiten gab. JA es gab welche, aber ob ich sie hören wollte hatte niemand gefragt. Meine Mutter brachte mir bei, dass ein Verwandter seiner Krankheit erlegen sei, dass es einem anderen immer schlechter geht. Dennoch gab er nicht auf und genoss sein Leben, soweit es ohne Hilfsmittel ging. Aber er kämpft um sein Leben, dennoch nagt die Krankheit sehr an ihm und hinterlässt sichtbare Spuren. Meine Stimmung fiel auf den Nullpunkt und ich konnte es nicht glauben, dass eine verdammt Krankheit sich durch meine Familie zog wie ein roter Faden und sich einen nach dem Anderen aus meiner Mitte zog. Kaum das man den einen Verlust verkraftet und verarbeitet hat, kommt schon der nächste. Aber das sollte ja noch nicht reichen. Nein! Ich erfuhr noch das eine Operation wider einmal anstand in meiner Familie und ich wieder Angst haben muss, dass Gevatter Tod mir wieder einen geliebten Menschen aus meiner Mitte reizen würde.


Jeder der mich kennt, weiß dass ich ein sehr emotionaler Mensch bin. Doch an solchen Tagen merke ich wieder, dass ich diese geliebte Eigenschaft auch seine dunklen Seiten hat. Klar muss irgendwann jeder einmal gehen und wird seinen Frieden finden. Aber muss es denn immer so mit Schmerzen verbunden sein. Kann es denn nicht einmal so sein, dass man sagen kann, er hat das Leben genießen können bis zum letzten Tag. Überall auf dieser Welt passieren schwere Unglücke, sowie zuletzt in Spanien, Japan den USA. Dennoch ist es etwas anderes, wenn es in der eigenen Familie ist und man sich langsam fragt, werde ich auch so enden? Darauf kann mir sicher keiner eine Antwort geben, als die Macht, die über uns wacht. Egal ob Gott, Allah, Buddha oder eine andere Gottheit. Ich weiß nur eins, dass ich in den nächste Tagen kaum ein wahres und echtes Lächeln auf meine Lippen zaubern kann. Zu groß ist die Angst das ich beim nächsten Anruf wieder solche Dinge oder vielleicht noch schlimmere erfahre. Zudem frage ich mich, ob ich noch mehr ertrage. Meine Seele ist doch schon so kaputt und verletzlich. Kann man denn an einem gebrochenen Herzen sterben, wenn es einmal zu oft gebrochen wurde? Ich werde davon berichten, wenn ich es heraus gefunden habe. Also liebe Leser was ich eigentlich sagen wollte. Lebt euer Leben und genießt es. Lasst euch nie unter bekommen. Es geht immer weiter.

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