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Der Biss der Putain

Wir schrieben das Jahr 1789. Ich lebte mit meiner Frau und meinen zwei Söhnen in der Nähe von La Roche-sur-Yon in Frankreich. Meine Familie und ich waren arme Leute und kämpften jeden Tag um unser Überleben. Da wir nichts zu essen hatten ging ich in die Stadt, um nach Arbeit zu fragen. Meine Suche war sehr schwierig und ich bekam bei jedem eine Absage, bis ich zu dem städtischen Hufschmied kam. Bei ihm fand ich schließlich eine Arbeit. Er bat mir auch eine Bleibe an, die ich gern annahm, denn ich hatte das Geld für die tägliche Reise in die Stadt nicht. Mein Tag begann mit dem Sonnenaufgang und ich schnürte das Feuer. Denn die genaue Temperatur zu halten war eine meiner Aufgaben. Die Arbeit bei dem Hufschmied war eine der schwersten Arbeiten, die ich in meinem Leben verrichten musste. Dennoch verrichtete ich meine Arbeit zur Zufriedenheit von dem Hufschmied. Jeden Verdienst schickte ich meiner Familie, damit sie sich verpflegen konnte. In den einsamen Nächten fehlte meine Frau mir sehr. Sie schrieb mir Briefe, doch ihre Nähe und warmherzige Art fehlten mir nach anstrengenden Tagen sehr.

So vergingen die Wochen ohne, dass ich meiner Frau meine Liebe zeigen konnte. Auch geschriebene Worte waren nicht das Gleiche wie, wenn man es mit seinen Körper zeigen würde. Mein Verlangen wurde immer größer. Zwei Monate nach dem ich den Job angefangen hatte, nahm mich der Hufschmied zu seiner Brust. „Du arbeitest wirklich hart hier, ich lade dich heute Abend ein. Wir werden mal einen trinken gehen, was hältst du davon?“ Ich nickte und freute mich schon darauf. In meinem Zimmer wusch ich mich ausgiebig und zog meine guten Sachen an. In einer Stadt war ich noch nie in einer Gaststätte gewesen, aber ich war mir sicher, dass mein kleines Erspartes reichen würde, um ein zwei Gläser Apfelpunsch zu trinken. Der Hufschmied klopfte kurz nach 18 Uhr an meine Tür und ich öffnete sie. Er musterte mich und begann zu grinsen. „Du siehst aus, als würdest du zu einer Hochzeit eingeladen sein. Wir gehen doch nur etwas Trinken Tyran.“ Der Hufschmied klopfte mir auf die Schulter und wir gingen gemeinsam in die Stadt. Er blieb vor einem Haus mit der Aufschrift „Le Moulin Rouge“ stehen. Ich schaute ihn an und begann zu flüstern. „Das ist aber kein Wirtshaus oder?“


Lachend schüttelte er den Kopf und öffnete die Tür. Er schob mich hinein und als wir durch den roten Samtstoff gingen erblickten meine Augen einen großen Raum, an der linken Ecke war eine großzügige Bar gebaut und gegenüber der Fensterfront war eine große Bühne. Über diese Bühne war eine Treppe die in das nächste Stockwerk führte. Vor der Bühne waren einzelne Tische mit Stühlen verteilt, wo einige Herren schon saßen und von üppig bestückten Frauen bedient wurden. Keine der Frauen die ich sah hatte züchtige Kleidung an, die Kleidung, die diese Damen trugen, war eher dafür gedacht, dass sie nur das nötigste bedeckten. Wir setzten uns an den Tresen und er lud mich zu einem Apfelpunsch ein. Meine Blicke schweiften im Raum herum und ich wusste, dass keine dieser Damen meiner Frau zuhause nahe kommen würde. Sie trugen alle dafür viel zu viel Make up und hatten nicht diese Ausstrahlung wie sie. Ich hatte die Hälfte meines Punsches schon getrunken, als sich zu uns eine der Damen kam. Sie flirtete sofort mit dem Hufschmied, den sichtlich die zarten Worte von ihr gefielen.


Er leerte seinen Punsch in zwei großen Zügen und steckte mir noch ein paar Livre zu. „Mach dir einen schönen Abend und lasse dich verwöhnen.“ Raunte er mir noch zu bevor er mit der Dame nach oben verschwand. Ich schaute ihn kurz noch nach bevor ich mich wieder meinem Punsch widmete. Nach dem ich ihn geleert hatte, überlegte ich ob ich nicht wieder in meine Gemächer zurückziehen sollte. Hätte ich gewusst wie der Abend ausgehen würde, dann hätte ich definitiv den Rückzug angetreten. Doch ich bestellte mir noch einen Punsch, der Barkeeper hatte mir gesagt, dass in wenigen Minuten eine Show stattfinden sollte, die ich auf keinen Fall verpassen sollte. Als das Licht gedämmt wurde und die Scheinwerfer auf die Bühne gerichtet wurde, drehte ich mich auf meinem Hocker zur Bühne, um die Show mir anzusehen. Die Showdamen waren genauso leicht gekleidet und bei ihrem Tanz konnte man immer sehr gut ihre Miederhöschen erkennen. Die Show fesselte mich so sehr das ich nicht mitbekam wie sich eine der Frauen neben mich setzte. Nach 20 Minuten war die Show schon wieder vorbei und ich drehte mich wieder um.


Die Dame neben mir begrüßte mich mit einem Lächeln. Sie sah anders aus als die übrigen Damen. Ihre Haut war pfirsichfarben und ihre Lippen waren so rot, wie ich es zuvor bei keiner Dame gesehen habe. Sie bestellte sich auch einen Punsch. „Sind sie das erste Mal hier? Ich habe sie hier noch nicht gesehen.“ Fragte sie mich. In ihrer Stimme war deutlich die Neugier herauszuhören. Etwas zögerlich nickte ich und antwortete: „Ja das ist der erste Abend, wo ich hier bin. Nur weiß ich nicht, ob es eine so gute Idee war.“ Die Dame nippte an ihrem Drink und lächelte mir zu. „Wieso sollte es keine gute Idee gewesen sein? Die Mädchen sind hier sehr nett und erfüllen ihnen jeden Wunsch.“ Etwas unbeholfen leerte ich mein Glas und stellte es weg. „Das mag sein. Nur bin ich verheiratet und ich liebe meine Frau.“ Sie legte eine Hand auf meinen Oberschenkel und schaute mir tief in die Augen. Ihre Stimme veränderte sich schlagartig und ich konnte ihr nicht widerstehen. Ich hörte zwar ihre Worte, doch ich verstand sie nicht. Sie hatte mich in den Bann gezogen und ich ging schließlich mit ihr aufs Zimmer.


Sie zog sich vor meinen Augen aus, sodass ich ihre Dessous sehen konnte. Ihr Bann zog mich nun noch mehr zu ihr und ich zog mich ohne es wirklich zu wollen aus und wir legten uns in das großzügem Bett. Über dem Bett war ein Himmel angebracht der in einem leuchtenden Rot getaucht war. Das Rot glich ihren Lippen. Meine Lippen und Hände begannen ihren ganzen Körper zu erkunden und zu liebkosen. Es dauerte nicht lang bis wir den Akt vollzogen hatten. Noch völlig außer Atem lag ich mit dem Rücken zu ihr gedreht auf der Seite. Ihr Atem strich mir über den Nacken und ihre Hände langen sanft aber bestimmend auf mir. Als ich mich gerade zu ihr umdrehen wollte spürte ich ihre Lippen auf meinem Hals. Erst küsste sie mich doch ihre Zähne ließ sie mich immer mehr spüren, bis sich ihre Reißzähne in mich gruben. Sie nährte sich gierig an und ihre Erregung war spürbar. Nachdem sie sich satt getrunken hatte ließ sie mich auf den Rücken fallen und setzte sich mit ihren nackten Körper auf mich. Durch einen Nebel und um mein Leben bangend schaute ich sie an. Mein Atem wurde immer flacher. Ich wollte doch noch nicht sterben.


Sie biss sich in ihr linkes Handgelenk und reichte es mir. Mit verführerische Stimme hauchte sie mir zu: „Wenn du leben willst, dann trinke von meinem Blut. Es wird dich stärken und dich nähren.“ Die ersten Tropfen rannen ihr Handgelenk hinunter und bahnten sich im freien Fall ihren Weg auf meine Unterlippe. Zögerlich leckte ich es mir ab und schaute sie an. Die Vampirin reichte mir ihr Gelenk, sodass ich mich von ihr nähren konnte. Mein Körper wurde kalt und doch stark. Das Blut schnürrte mir die Luft ab und gab mir doch zu gleich neue Lebensenergie. Nach dem ich mich von ihr nähren durfte, schaffte sie mich in einen versteckten Raum. Denn trotz ihres Blutes hatte ich keine Kraft. So vergingen zwei Tage bevor die Wandlung komplett abgeschlossen war. Sie ließ mich in der dritten Nacht hinaus und ich gierte nach frischem Blut. So rannte ich durch die Straßen, Richtung heimwärts und überraschte meine Familie im Schlaf. Meine Fangs gruben sich in ihre Hälse und ich trank von ihnen. Sie konnten nicht schreien. Nach dem ich aus meinem Wahn wieder klarem Kopf hatte sah ich ihre leeren Hüllen. Ich wollte mir das Leben nehmen, doch meine Meisterin Mia hielt mich ab. Sie führte mich kurz in das Leben eines Vampirs ein bevor sie verschwand. Was aus ihr wurde kann ich leider nicht sagen.

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