Ihre Vorstellungen waren
sehr konkret und ich konnte mir ein genaues Bild vom Ablauf her machen.
Die einzige Winzigkeit, die sie bewusst verschwiegen hatte, war diese,
dass sie sich während des Shoots entkleidete und zuletzt nur noch mit
ihren Heels und der Perlenkette bekleidet vor mir stand. Sie ging auf
die Knie und strich sich sinnlich über ihre Brüste hinab Richtung Süden.
Mein Finger blieb auf dem Abzug und ich schoß ein Bild nach dem
Anderen, während sie sich vor mir verwöhnte. Nachdem sie zum Höhepunkt
gekommen war und sich wieder angekleidet hatte, besprachen wir noch die
Dauer der Entwicklung und Bearbeitung. Als sie das Studio verließ wirkte
sie sehr zufrieden, doch ich konnte nicht einschätzen ob es an dem
Auftrag oder an der Mastrubation vor der Kamera lag.
Ich packte alles zusammen und räumte auf bevor auch ich mich auf den Heimweg machte. Das Fotoshooting hatte doch länger gedauert als gedacht, sodass Emma schon geschlossen hatte. Zu Hause gab ich erst Odin sein Futter bevor ich mich an die Arbeit machte und die Fotos bearbeitete und zusammenstellte. Die Zeit verstrich, als das letzte Bild auch fertig bearbeitet wurde, schaute ich auf die Uhr am Pc und erschrak. Ich hatte die halbe Nacht mit dem Auftrag verbracht. Doch war der Abgabetermin doch sehr kurzfristig. So beschloss ich die Fotos ihr noch die Nacht per Mail zukommen zu lassen. Natürlich war dies nur eine Kopie. Aber die Auftraggeberin sollte wissen, dass ich die Deadline mehr als ernst nahm.
Nach einer erfrischenden Dusche und dem morgendlichen Sport fühlte ich mich auch nach zwei Stunden Schlaf, die ich mir doch gegönnt hatte, erholt. Ich machte mir ein kleines Müsli und schaute meine Mails durch. Und da war doch tatsächlich eine Antwort von der rothaarigen Auftraggeberin. Gespannt und leicht nervös öffnete ich die Mail und laß sie aufmerksam durch. Sie lobte meine Arbeit sehr und bat mich ihre Bilder persönlich als Ausdruck vorbeizubringen. Ein großes Lächeln breitete sich auf meinen Lippen aus. Von dieser Frau konnte sich mein mieser Chef noch eine dicke Scheibe abschneiden. Denn so ging Motivation. Gut gelaunt ging ich zu Arbeit und schaute vorher noch bei der betriebsinternen Druckerei vorbei.
Ich ließ die Bilder in mein Dabeisein entwickeln, doch die etwas anzüglicheren Bilder entwickelte ich allein. Ging es doch keinen etwas an. Mit den entwickelten Bilder und der Mail in der Hand betrat ich das Büro meines Chefs und machte ihn deutlich klar, dass ich den ganzen Vormittag nicht da sein würde. Murrend stimmte er dem Außentermin zu, wusste er doch um welche Art von Kunden es sich handelte. Zufrieden verließ ich die Agentur und machte mich auf den Weg zur Kundin. Jedoch machte ich noch einen Abstecher in Emmas Café. Wollte ich doch noch meinen ausstehenden Kaffee bezahlen. Emma schlug mein Versuch diesen zu bezahlen aus. Sie erzählte mir, dass gestern ein gut gekleideter Mann ihn für mich übernommen hatte.
Mir war gestern niemand aufgefallen, doch musste ich mir auch eingestehen das ich nicht wirklich mich umgeschaut hatte, sondern wie eine Furie hineingestürmt war und wieder hinaus. Diesesmal hatte ich etwas Zeit mitgebracht. So bestellte ich in Ruhe meine übliche Bestellung und berichtete Emma von dem Anzugträger und dem Shooting, ohne irgendwelche Details zu nennen. Als ich von den Augen anfing zu schwärmen begann Emma nur zu kichern. "Du hörst dich schon an, wie ein verliebter Teeny." Ich schnaufte ihr entgegen und protestierte. "Emma ich habe noch nie solche Augen gesehen. Es ist etwas in ihnen gewesen, was einfach total faszinierend war. Aber ich bin in keinster Weise verliebt wie ein losgelassener Teeny."
Immernoch grinsend und mit einer neckenden Handbewegung reichte mir Emma meinen Becher. Ich bezahlte ihn gewohnt mit etwas Trinkgeld und verabschiedete mich. Auf den Weg nach draußen gab ich dem Becher meine persönliche Marke mit einem Kuss, als ich gegen etwas prallte. Langsam schaute ich über den Becherrand und schaute in die gleichen Augen wie gestern. Sofort begann ich mich stammelnd zu entschuldigen. "Tut mir leid, das war keine Absicht." Auf seinen Lippen ruhte ein amüsiertes Lächeln. "Es ist alles in Ordnung. Aber ist es nicht viel aufregender die Lippen von jemanden anderen zu berühren und zu schmecken, als einen Pappbecher?" fragte er mich während er auf meinen Becher schaute mit dem immernoch gleichen Lächeln im Gesicht.
Er trat beiseite und ging zu Emma, als ich ihm noch antwortete: "Ja, das stimmt. Nur muss erst jemand kommen, dessen Lippen es wert sind berührt zu werden." Ohne seine Reaktion abzuwarten drehte ich mich um und ging zu meinem Termin. Auf dem Weg dahin fragte ich mich immer wieder ob es nur Zufall war, dass der Anzugträger genau in Emmas Café kommt, wo ich gerade am gehen war. Jedoch konnte ich keine Verbindung zu dem Aufeinandertreffen von dem vorhergehenden Tag und dem im Café finden. Nach einem kleinen Fußmarsch erreichte ich das Villenviertel. Hier verirrte ich mich nur höchst selten. Jede Villa hatte seinen eigenen Charme und besaß eine eigene Geschichte. Keine glich der Anderen.
So einzigartig die Villen waren, so einzigartig waren auch die Vorgärten und Besitzer. Ich schaute mich genau um und fand nach kurzem Suchen, die genannte Hausnummer. Zur Haustür führten mich zehn überdachte Stufen einer zweistöckigen Villa. Die Fensterrahmen und Türrahmen waren aufwendig mit Stuckfiguren im barrocken Stil verziert. Im gleichen Stil strahlte mich der Türklopfer in Augenhöhe an der Tür an. Ich hielt kurz inne und klopfte dann mit Hilfe des Türklopfers an. Es verging ein Moment bevor die Dame mit den feuerrotem Haar mir die Tür öffnete. Sie war sichtlich erfreut mich wieder zu sehen. Mit einer Handbewegung lud sie mich in ihr Haus ein. Dieser kam ich natürlich gern nach.
Ich folgte ihr in das Arbeitszimmer. Erst als sie sich mir gegenüber auf den Zweisitzer setzte, fiel mir auf, wie leicht sie nur bekleidet war. Ihr Körper war in schwarze Spitze gehüllt. Die Corsage stützte die Brust perfekt und der Saum des kleinen Kleidchens bedeckte gerade so ihre Scham. Das Auftreten von ihr zog mich immer wieder in den Bann, wenn ich auch nur einen kleinen Blick erhaschte. Jedoch zwang ich mich professionell zu bleiben und übergab ihr die Bilder und erläuterte meine kleinen Feinheiten. Die Rohlinge waren bis auf Kleinigkeiten doch schon sehr perfekt geworden. Innerlich war ich auf die Arbeit stolz. "Ich hoffe, ich habe genau das eingefangen mit der Kamera was sie sich wünschten?"
Fragte ich die Auftraggeberin als sie bei den intimsten Fotos angekommen war. Sie schaute sie sichmit strengem und prüfenden Blick an, bevor sie mit antwortete: "Ja sie gefallen mir sehr gut. Ich hoffe ich habe sie damit nicht zu sehr überrascht. Für mich war es auch das erste Mal, dass ich so intim mich gegenüber einer fremden Person gezeigt habe. Aber sie werden es sicherlich verstehen, wenn ich ihnen den Grund dafür nenne. Die Bilder waren ein ausdrücklicher Wunsch. Ich hatte gehört, dass sie eine der wenigen sehr guten Fotografin sind und so musste ich es einfach bei ihnen machen. Zudem fand ich die Stimmung am Set sehr entspannend." Sie lächelte mich an, als sie eine Strähne geschickt über die Schulter warf.
Wir plauderten noch eine Weile und ich kam nicht ohne hin sie auch intimere Sachen zu fragen. Das Gespräch wurde immer freundschaftlicher, ich wusste das es unprofessionell von mir war. Jedoch genoss ich ihre Gegenwart und sie meine. So kam es auch das ich die Zeit vollends vergaß. Ich schreckte auf, als ich auf die Uhr schaute. "Es tut mir leid, aber ich kann leider nicht länger bleiben. Da ich nur den Vormittag für den Termin mit ihnen frei bekommen habe." Etwas überstürzt stand ich auch und stauchelte leicht. Sie erkannte die Situation und sprang auf. In diesem Moment verlor ich das Gleichgewicht leicht und landete mit meinem Gesicht in ihrem wundervoll üppigen Dekoltee. Ich zog tief ihren Duft ein bevor ich mich zurückzog.
Ihre Augen glitzerten und ich spürte die Verführung ihrerseits im Blick. Mit einem Lächeln und sichtlich peinlich berührt über dieses Missgeschick entgegnete ich ihren Blick. Meine Unsicherheit schien ihr nicht entgangen zu sein, viel eher war es für sie eine Art Herausforderung die sie gern nachkam. "Wenn du kurz noch einen Moment wartest, dann fahre ich dich. So bist du schneller auf Arbeit bevor dein Chef dir noch ernste Schwierigkeiten macht." Dieses Angebot konnte ich nicht ohne weiteres ablehnen, so stimmte ich ihr zu und wartete auf sie. Sie ging in eine der unzähligen Räume hinein und kam nach einigen Minuten vier Türen weiter heraus. Ihre Figur hatte sie in ein enges schwarzes Kleid gesteckt und ihre Taile mit einem auffälligen Gürtel geschmückt.
Dazu trug sie passende Pumps und eine kleine Clutch. Ihr Outfit zeugte von Stil. Schnellen Schrittes kam sie mit einem Lächeln auf mich zu und hackte sich bei mir ein. Gemeinsam gingen wir zu ihrem Fuhrpark wo sie sich zwischen einen schwarzen Lamborgini, einen roten Bugatti oder doch lieber den schnittigen weißen Maybach Exelero. Es schien fast so das sie sich nicht entscheiden konnte. Doch ihre Wahl fiel dann auf den Maybach Exelero. Spottisch meinte sie zu mir. "Wenn wir schon vorfahren, dann mit Stil, Liebes." Ich traute mich gar nicht einzusteigen, fünf meiner Jahresgehälter würden sicherlich nicht reichen für den kleinsten Kratzer. Grinsend schaute sie mich an als ich den Innenraum mit großen Augen bestaunte.
"Wenn du dich selbstständig machen würdest und solche Shootings wie mit mir öfters machen würdest, dann könntest du dir sicherlich auch mehr im Leben leisten." meinte sie und fuhr los. "Ich hatte schon überlegt als freischaffende Grafikerin und Fotografin zu arbeiten. Doch ist es sehr schwer sich einen guten Kundenstamm aufzubauen." entgegnete ich ihr. Nickend stimmte sie mir zu. "Ja das stimmt, aber nun kennst du mich. Wenn du möchtest kann ich dich ja mal weiterempfehlen. Vielleicht ergiebt sich etwas." Dieses Angebot klang zu schön um wahr zu sein, dennoch willigte ich freudig ein. In den darauffolgenden 14 Tagen hatte ich acht weitere Shootings dieser Art. Auch wenn es für mich mehr Aufwand war und die Ansprüche hoch, machte es mir deutlich mehr Spaß, als die kleinen Werbeanzeigen bei der Agentur.
Die Häufigkeit der Aufträge gefiel meinem Chef gar nicht und so versuchte er mich mit extra viel Arbeit davon abzuhalten. Doch selbst diese Aktionen brachten mich nicht raus. Ich hatte selbst noch genügend Zeit mich mit meinen Freunden zu treffen und auch den Geschäftsmann begegnete ich immer öfters. Am fünften Tag tauschten wir nicht nur ein paar Worte miteinander, sondern vertieften unsere Gespräche immer mehr. Auch Emma fiel die Veränderungen in meinem Leben auf und begann mich immer leicht aufzuziehen, wenn ich mich nach meinem Geschäftsmann umschaute, beim Betreten des Cafés. So blieb ich oftmals stundenlang im Café und setzte meine Arbeit in einem kleinen abgeschiedenen Eck fort.
Ich hatte alle Aufträge zur vollsten Zufriedenheit ausgeführt und freute mich auf das Wochenende mit meinen Freunden. Wir hatten uns ein Zeltplatz am See angeschaut und zwei nebeneinanderliegende Parzellen gebucht. Meine Gedanken bei der Hinfahrten drehten sich komischerweise nur um ein Thema. Der Geschäftsmann. In den letzten drei Tagen hatten wir uns nicht mehr gesehen. Auch auf meine Nachrichten hatte er nicht mehr geantwortet. Langsam beschlich mich das Gefühl das ich mir alles nur eingebildet hatte. Doch konnte solch einzigartigen Augen und dieses charmante Lächeln so falsch sein? Spielte mir meine Fantasie wirklich so einen Streich? Ich schaute nach draußen und ließ die Umgebung an mir vorbeiziehen.
Mein Blick hatte ich nur gegen den Himmel gerichtet und schaute den Wolken beim ziehen zu. Erik tippte mir auf die Schulter und lächelte mich an. Es war ein offenes Geheimnis, dass er mir gegenüber wohl Gefühle hegte. Doch ich konnte und wollte nichts von ihm, dazu schätzte ich ihn viel zu sehr als Freund. Meine Mundwinkel zogen sich zu einem Lächeln hoch und ich versuchte ihm einen entspannten und gelösten Eindruck zu vermitteln. "Es ist wirklich schön, dass wir alle mal wieder etwas unternehmen." versuchte er ein Gespräch aufzubauen. Ich hatte darauf keine Lust, doch wollte ich keinen vor den Kopf stoßen und so nickte ich und zwang mich selbst zu dieser Konversation. Schließlich verging dadurch die Fahrt schneller als gedacht.
Anna und Kai hatten daran gedacht, dass auf den Parzellen auch ein Bungalow jeweils stand. Kai und Frank waren für eine Päärchenaufteilung. Hilfesuchend schaute ich zu den Mädels die mir sofort den Rücken stärkten. "Jungs das könnt ihr vergessen. Wir Mädels nehmen uns jetzt den Bungalow und ihr nehmt den Anderen." beschloss Anna mit ihrer dominanten Art. Seufzend nahmen die Jungs den Beschluss hin und nahmen ihre Taschen. Langsam mit schlürfenden Gang gingen sie in Richtung des anderen Bungalows. Immer wieder schauten sich die Drei um und setzten dabei ihren treusten und bemitleidensten Blick auf. Lisa, Anna und ich mussten uns jedes Mal fast vor Lachen in die Hose machen. Dennoch verzogen wir keine Miene, als uns die Jungs anschauten.
Wir richteten uns ein und zogen uns ersteinmal um. Für den Abend hatten wir schon vorgesorgt. Denn einer der Grillplätze am See hatten wir bei der Buchung gleich mitorganisiert. Würstchen, Salate, Steaks, Soßen und vorallem die Getränke hatten wir vor der Abreise besorgt und durch Kühlboxen schön kühl halten konnten. Lisa und Anna packten unter anderem Decken, Handtücher ein paar Piccollos und diversen anderen Kleinkram in ihre großen Taschen. In meiner war nicht viel drin. Ich versteckte mein Tablet zwischen meinem Strickcardigan und der Decke. Mich beschlich ein Gefühl das es vielleicht noch wichtig werden würde. Außerdem packte ich noch mein kleines Soundsystem für mein Smartphone ein.
Wir hatten uns sehr beeilt und hatten vor, dass wir Mädels auch schnell sein können, wenn wir wollten. Doch so wie wir die Tür öffneten, standen die Jungs schon bereit. Kai trug mit Erik den Kasten Bier, die Grillkohle und einen Weidekorb. Meine linke Augenbraue richtete sich auf und ich fragte ihn mit ernster Miene: "Hast du vor uns Anna zu klauen und mit ihr auf einer kleinen Sandbank ein Mitternachtspicknick zu machen?" Anna lief sofort rot an und Kai schnappte nach Luft. Die Anderen begannen lauthals zu gröhlen und zu lachen. Erst jetzt realisierten auch die Beiden, dass das von mir ein Scherz war. Nachdem jeder wieder zu atem kam, gingen wir über den halben Platz zum See.
Ich packte alles zusammen und räumte auf bevor auch ich mich auf den Heimweg machte. Das Fotoshooting hatte doch länger gedauert als gedacht, sodass Emma schon geschlossen hatte. Zu Hause gab ich erst Odin sein Futter bevor ich mich an die Arbeit machte und die Fotos bearbeitete und zusammenstellte. Die Zeit verstrich, als das letzte Bild auch fertig bearbeitet wurde, schaute ich auf die Uhr am Pc und erschrak. Ich hatte die halbe Nacht mit dem Auftrag verbracht. Doch war der Abgabetermin doch sehr kurzfristig. So beschloss ich die Fotos ihr noch die Nacht per Mail zukommen zu lassen. Natürlich war dies nur eine Kopie. Aber die Auftraggeberin sollte wissen, dass ich die Deadline mehr als ernst nahm.
Nach einer erfrischenden Dusche und dem morgendlichen Sport fühlte ich mich auch nach zwei Stunden Schlaf, die ich mir doch gegönnt hatte, erholt. Ich machte mir ein kleines Müsli und schaute meine Mails durch. Und da war doch tatsächlich eine Antwort von der rothaarigen Auftraggeberin. Gespannt und leicht nervös öffnete ich die Mail und laß sie aufmerksam durch. Sie lobte meine Arbeit sehr und bat mich ihre Bilder persönlich als Ausdruck vorbeizubringen. Ein großes Lächeln breitete sich auf meinen Lippen aus. Von dieser Frau konnte sich mein mieser Chef noch eine dicke Scheibe abschneiden. Denn so ging Motivation. Gut gelaunt ging ich zu Arbeit und schaute vorher noch bei der betriebsinternen Druckerei vorbei.
Ich ließ die Bilder in mein Dabeisein entwickeln, doch die etwas anzüglicheren Bilder entwickelte ich allein. Ging es doch keinen etwas an. Mit den entwickelten Bilder und der Mail in der Hand betrat ich das Büro meines Chefs und machte ihn deutlich klar, dass ich den ganzen Vormittag nicht da sein würde. Murrend stimmte er dem Außentermin zu, wusste er doch um welche Art von Kunden es sich handelte. Zufrieden verließ ich die Agentur und machte mich auf den Weg zur Kundin. Jedoch machte ich noch einen Abstecher in Emmas Café. Wollte ich doch noch meinen ausstehenden Kaffee bezahlen. Emma schlug mein Versuch diesen zu bezahlen aus. Sie erzählte mir, dass gestern ein gut gekleideter Mann ihn für mich übernommen hatte.
Mir war gestern niemand aufgefallen, doch musste ich mir auch eingestehen das ich nicht wirklich mich umgeschaut hatte, sondern wie eine Furie hineingestürmt war und wieder hinaus. Diesesmal hatte ich etwas Zeit mitgebracht. So bestellte ich in Ruhe meine übliche Bestellung und berichtete Emma von dem Anzugträger und dem Shooting, ohne irgendwelche Details zu nennen. Als ich von den Augen anfing zu schwärmen begann Emma nur zu kichern. "Du hörst dich schon an, wie ein verliebter Teeny." Ich schnaufte ihr entgegen und protestierte. "Emma ich habe noch nie solche Augen gesehen. Es ist etwas in ihnen gewesen, was einfach total faszinierend war. Aber ich bin in keinster Weise verliebt wie ein losgelassener Teeny."
Immernoch grinsend und mit einer neckenden Handbewegung reichte mir Emma meinen Becher. Ich bezahlte ihn gewohnt mit etwas Trinkgeld und verabschiedete mich. Auf den Weg nach draußen gab ich dem Becher meine persönliche Marke mit einem Kuss, als ich gegen etwas prallte. Langsam schaute ich über den Becherrand und schaute in die gleichen Augen wie gestern. Sofort begann ich mich stammelnd zu entschuldigen. "Tut mir leid, das war keine Absicht." Auf seinen Lippen ruhte ein amüsiertes Lächeln. "Es ist alles in Ordnung. Aber ist es nicht viel aufregender die Lippen von jemanden anderen zu berühren und zu schmecken, als einen Pappbecher?" fragte er mich während er auf meinen Becher schaute mit dem immernoch gleichen Lächeln im Gesicht.
Er trat beiseite und ging zu Emma, als ich ihm noch antwortete: "Ja, das stimmt. Nur muss erst jemand kommen, dessen Lippen es wert sind berührt zu werden." Ohne seine Reaktion abzuwarten drehte ich mich um und ging zu meinem Termin. Auf dem Weg dahin fragte ich mich immer wieder ob es nur Zufall war, dass der Anzugträger genau in Emmas Café kommt, wo ich gerade am gehen war. Jedoch konnte ich keine Verbindung zu dem Aufeinandertreffen von dem vorhergehenden Tag und dem im Café finden. Nach einem kleinen Fußmarsch erreichte ich das Villenviertel. Hier verirrte ich mich nur höchst selten. Jede Villa hatte seinen eigenen Charme und besaß eine eigene Geschichte. Keine glich der Anderen.
So einzigartig die Villen waren, so einzigartig waren auch die Vorgärten und Besitzer. Ich schaute mich genau um und fand nach kurzem Suchen, die genannte Hausnummer. Zur Haustür führten mich zehn überdachte Stufen einer zweistöckigen Villa. Die Fensterrahmen und Türrahmen waren aufwendig mit Stuckfiguren im barrocken Stil verziert. Im gleichen Stil strahlte mich der Türklopfer in Augenhöhe an der Tür an. Ich hielt kurz inne und klopfte dann mit Hilfe des Türklopfers an. Es verging ein Moment bevor die Dame mit den feuerrotem Haar mir die Tür öffnete. Sie war sichtlich erfreut mich wieder zu sehen. Mit einer Handbewegung lud sie mich in ihr Haus ein. Dieser kam ich natürlich gern nach.
Ich folgte ihr in das Arbeitszimmer. Erst als sie sich mir gegenüber auf den Zweisitzer setzte, fiel mir auf, wie leicht sie nur bekleidet war. Ihr Körper war in schwarze Spitze gehüllt. Die Corsage stützte die Brust perfekt und der Saum des kleinen Kleidchens bedeckte gerade so ihre Scham. Das Auftreten von ihr zog mich immer wieder in den Bann, wenn ich auch nur einen kleinen Blick erhaschte. Jedoch zwang ich mich professionell zu bleiben und übergab ihr die Bilder und erläuterte meine kleinen Feinheiten. Die Rohlinge waren bis auf Kleinigkeiten doch schon sehr perfekt geworden. Innerlich war ich auf die Arbeit stolz. "Ich hoffe, ich habe genau das eingefangen mit der Kamera was sie sich wünschten?"
Fragte ich die Auftraggeberin als sie bei den intimsten Fotos angekommen war. Sie schaute sie sichmit strengem und prüfenden Blick an, bevor sie mit antwortete: "Ja sie gefallen mir sehr gut. Ich hoffe ich habe sie damit nicht zu sehr überrascht. Für mich war es auch das erste Mal, dass ich so intim mich gegenüber einer fremden Person gezeigt habe. Aber sie werden es sicherlich verstehen, wenn ich ihnen den Grund dafür nenne. Die Bilder waren ein ausdrücklicher Wunsch. Ich hatte gehört, dass sie eine der wenigen sehr guten Fotografin sind und so musste ich es einfach bei ihnen machen. Zudem fand ich die Stimmung am Set sehr entspannend." Sie lächelte mich an, als sie eine Strähne geschickt über die Schulter warf.
Wir plauderten noch eine Weile und ich kam nicht ohne hin sie auch intimere Sachen zu fragen. Das Gespräch wurde immer freundschaftlicher, ich wusste das es unprofessionell von mir war. Jedoch genoss ich ihre Gegenwart und sie meine. So kam es auch das ich die Zeit vollends vergaß. Ich schreckte auf, als ich auf die Uhr schaute. "Es tut mir leid, aber ich kann leider nicht länger bleiben. Da ich nur den Vormittag für den Termin mit ihnen frei bekommen habe." Etwas überstürzt stand ich auch und stauchelte leicht. Sie erkannte die Situation und sprang auf. In diesem Moment verlor ich das Gleichgewicht leicht und landete mit meinem Gesicht in ihrem wundervoll üppigen Dekoltee. Ich zog tief ihren Duft ein bevor ich mich zurückzog.
Ihre Augen glitzerten und ich spürte die Verführung ihrerseits im Blick. Mit einem Lächeln und sichtlich peinlich berührt über dieses Missgeschick entgegnete ich ihren Blick. Meine Unsicherheit schien ihr nicht entgangen zu sein, viel eher war es für sie eine Art Herausforderung die sie gern nachkam. "Wenn du kurz noch einen Moment wartest, dann fahre ich dich. So bist du schneller auf Arbeit bevor dein Chef dir noch ernste Schwierigkeiten macht." Dieses Angebot konnte ich nicht ohne weiteres ablehnen, so stimmte ich ihr zu und wartete auf sie. Sie ging in eine der unzähligen Räume hinein und kam nach einigen Minuten vier Türen weiter heraus. Ihre Figur hatte sie in ein enges schwarzes Kleid gesteckt und ihre Taile mit einem auffälligen Gürtel geschmückt.
Dazu trug sie passende Pumps und eine kleine Clutch. Ihr Outfit zeugte von Stil. Schnellen Schrittes kam sie mit einem Lächeln auf mich zu und hackte sich bei mir ein. Gemeinsam gingen wir zu ihrem Fuhrpark wo sie sich zwischen einen schwarzen Lamborgini, einen roten Bugatti oder doch lieber den schnittigen weißen Maybach Exelero. Es schien fast so das sie sich nicht entscheiden konnte. Doch ihre Wahl fiel dann auf den Maybach Exelero. Spottisch meinte sie zu mir. "Wenn wir schon vorfahren, dann mit Stil, Liebes." Ich traute mich gar nicht einzusteigen, fünf meiner Jahresgehälter würden sicherlich nicht reichen für den kleinsten Kratzer. Grinsend schaute sie mich an als ich den Innenraum mit großen Augen bestaunte.
"Wenn du dich selbstständig machen würdest und solche Shootings wie mit mir öfters machen würdest, dann könntest du dir sicherlich auch mehr im Leben leisten." meinte sie und fuhr los. "Ich hatte schon überlegt als freischaffende Grafikerin und Fotografin zu arbeiten. Doch ist es sehr schwer sich einen guten Kundenstamm aufzubauen." entgegnete ich ihr. Nickend stimmte sie mir zu. "Ja das stimmt, aber nun kennst du mich. Wenn du möchtest kann ich dich ja mal weiterempfehlen. Vielleicht ergiebt sich etwas." Dieses Angebot klang zu schön um wahr zu sein, dennoch willigte ich freudig ein. In den darauffolgenden 14 Tagen hatte ich acht weitere Shootings dieser Art. Auch wenn es für mich mehr Aufwand war und die Ansprüche hoch, machte es mir deutlich mehr Spaß, als die kleinen Werbeanzeigen bei der Agentur.
Die Häufigkeit der Aufträge gefiel meinem Chef gar nicht und so versuchte er mich mit extra viel Arbeit davon abzuhalten. Doch selbst diese Aktionen brachten mich nicht raus. Ich hatte selbst noch genügend Zeit mich mit meinen Freunden zu treffen und auch den Geschäftsmann begegnete ich immer öfters. Am fünften Tag tauschten wir nicht nur ein paar Worte miteinander, sondern vertieften unsere Gespräche immer mehr. Auch Emma fiel die Veränderungen in meinem Leben auf und begann mich immer leicht aufzuziehen, wenn ich mich nach meinem Geschäftsmann umschaute, beim Betreten des Cafés. So blieb ich oftmals stundenlang im Café und setzte meine Arbeit in einem kleinen abgeschiedenen Eck fort.
Ich hatte alle Aufträge zur vollsten Zufriedenheit ausgeführt und freute mich auf das Wochenende mit meinen Freunden. Wir hatten uns ein Zeltplatz am See angeschaut und zwei nebeneinanderliegende Parzellen gebucht. Meine Gedanken bei der Hinfahrten drehten sich komischerweise nur um ein Thema. Der Geschäftsmann. In den letzten drei Tagen hatten wir uns nicht mehr gesehen. Auch auf meine Nachrichten hatte er nicht mehr geantwortet. Langsam beschlich mich das Gefühl das ich mir alles nur eingebildet hatte. Doch konnte solch einzigartigen Augen und dieses charmante Lächeln so falsch sein? Spielte mir meine Fantasie wirklich so einen Streich? Ich schaute nach draußen und ließ die Umgebung an mir vorbeiziehen.
Mein Blick hatte ich nur gegen den Himmel gerichtet und schaute den Wolken beim ziehen zu. Erik tippte mir auf die Schulter und lächelte mich an. Es war ein offenes Geheimnis, dass er mir gegenüber wohl Gefühle hegte. Doch ich konnte und wollte nichts von ihm, dazu schätzte ich ihn viel zu sehr als Freund. Meine Mundwinkel zogen sich zu einem Lächeln hoch und ich versuchte ihm einen entspannten und gelösten Eindruck zu vermitteln. "Es ist wirklich schön, dass wir alle mal wieder etwas unternehmen." versuchte er ein Gespräch aufzubauen. Ich hatte darauf keine Lust, doch wollte ich keinen vor den Kopf stoßen und so nickte ich und zwang mich selbst zu dieser Konversation. Schließlich verging dadurch die Fahrt schneller als gedacht.
Anna und Kai hatten daran gedacht, dass auf den Parzellen auch ein Bungalow jeweils stand. Kai und Frank waren für eine Päärchenaufteilung. Hilfesuchend schaute ich zu den Mädels die mir sofort den Rücken stärkten. "Jungs das könnt ihr vergessen. Wir Mädels nehmen uns jetzt den Bungalow und ihr nehmt den Anderen." beschloss Anna mit ihrer dominanten Art. Seufzend nahmen die Jungs den Beschluss hin und nahmen ihre Taschen. Langsam mit schlürfenden Gang gingen sie in Richtung des anderen Bungalows. Immer wieder schauten sich die Drei um und setzten dabei ihren treusten und bemitleidensten Blick auf. Lisa, Anna und ich mussten uns jedes Mal fast vor Lachen in die Hose machen. Dennoch verzogen wir keine Miene, als uns die Jungs anschauten.
Wir richteten uns ein und zogen uns ersteinmal um. Für den Abend hatten wir schon vorgesorgt. Denn einer der Grillplätze am See hatten wir bei der Buchung gleich mitorganisiert. Würstchen, Salate, Steaks, Soßen und vorallem die Getränke hatten wir vor der Abreise besorgt und durch Kühlboxen schön kühl halten konnten. Lisa und Anna packten unter anderem Decken, Handtücher ein paar Piccollos und diversen anderen Kleinkram in ihre großen Taschen. In meiner war nicht viel drin. Ich versteckte mein Tablet zwischen meinem Strickcardigan und der Decke. Mich beschlich ein Gefühl das es vielleicht noch wichtig werden würde. Außerdem packte ich noch mein kleines Soundsystem für mein Smartphone ein.
Wir hatten uns sehr beeilt und hatten vor, dass wir Mädels auch schnell sein können, wenn wir wollten. Doch so wie wir die Tür öffneten, standen die Jungs schon bereit. Kai trug mit Erik den Kasten Bier, die Grillkohle und einen Weidekorb. Meine linke Augenbraue richtete sich auf und ich fragte ihn mit ernster Miene: "Hast du vor uns Anna zu klauen und mit ihr auf einer kleinen Sandbank ein Mitternachtspicknick zu machen?" Anna lief sofort rot an und Kai schnappte nach Luft. Die Anderen begannen lauthals zu gröhlen und zu lachen. Erst jetzt realisierten auch die Beiden, dass das von mir ein Scherz war. Nachdem jeder wieder zu atem kam, gingen wir über den halben Platz zum See.
Kommentare
Kommentar veröffentlichen