Unbemerkt schafften sie es dem Saal zu entfliehen. Auf der Dachterrasse konnte man die ganze Stadt überblicken. Fasziniert von der Aussicht ging Zina an das Geländer und schaute hinab. Ihr Blick schweifte über die Dächer und Straßen. Leon nahm seine Maske ab und ging hinter sie. Er beugte sich etwas vor und raunte ihr ins Ohr. "Die Aussicht ist fast so schön wie du es bist Zina. Darf ich dir die Maske abnehmen, damit ich dein wunderschönes Gesicht in voller Gänze betrachten kann?" Unsicher ob sie seiner Bitte nachkommen sollte, zögerte Zina. Als Leon es mitbekam legte er als Vertrauensbeweis seine Maske als erstes ab und lächelte sie an. Mit einem Nicken signalisierte sie ihm, dass sie bereit war ihre nun auch abzulegen. Nachdem Zina ihre Maske abgelegt hatte und die Augen wieder öffnete, stand vor ihr nur noch ein sprachloser Mann.
Leon war verzaubert von ihrer Schönheit und er spürte, dass er sie nicht nur besitzen wollte, sondern das sie sein Schicksal sein würde. Entschlossen nahm er ihre Hand und begab sich mit ihr auf eine Sitzlandschaft. Sie unterhielten sich angeregt und man konnte sichtlich sehen, dass sich Zina doch sehr wohl bei ihm fühlte. Beide vergaßen die Zeit, den Raum um sich. Alles was zählte in diesem Moment war das sie beide hier und jetzt beieinander waren. In der Zwischenzeit konnte Aiden die zwei streitenden Männer beruhigen und ihnen beide ein zufriedenstellendes Angebot machen. Nachdem er den ganzen Trubel hinter sich hatte, wollte er wieder zurück zu Zina. Schließlich wollte er doch den Abend mit ihr genießen und jedem zeigen welche Schönheit er sich selbst gönnte. Doch als er in den Ballsaal zurückkam und sich umsah, konnte er seine Begierde nicht finden. Nirgends sah er das goldschimmernde Kleid.
Sein Diamant war nicht mehr auf dem Ball. Wutentbrannt ging er von einem Separee zum anderen und schaute hinein. Es würde sich doch keiner wagen, sein Besitz zu nehmen, oder etwa doch? Als auch die Suche in den Separee keinen Erfolg verzeichnete zitierte er seine Männer zu sich und befahl ihnen ihm zu sagen wo Zina sei. Jedoch konnte keiner der Männer ihm diese Frage beantworten. Voller Wut und Hass beschloss er den Ball aufzulösen und alle herauszuschmeißen. Danach nahm er sich einen seiner Männer und beauftragte ihm, dass er zum Hotelmanager gehen sollte und die Überwachungskameraaufnahmen zu überprüfen. Sein Mitarbeiter wusste, dass wenn er nichts darauf finden würde, würde er nicht mehr lebendig hier heraus kommen. Dennoch tat er das, was ihm befohlen wurde. Während sein Mitarbeiter den Hotelmanager bearbeitete verwüstete Aiden den kompletten Saal.
Keiner seiner Leute unternahm etwas, denn sie wollten selbst nicht in die Schussbahn geraten. Der Hotelmanager und Aidens Mitarbeiter kamen nach kurzer Zeit wieder in den Ballsaal und unterrichteten ihn, dass sie Zina mit einem der Gäste auf der Dachterrasse gesehen haben. Ohne umschweife nahm er sich drei der größten und breitesten Männer mit auf den Weg hinauf. Dabei brüllte er auf dem Weg "Diese kleine undankbare Hure meint, dass sie mit einem anderen gehen kann ohne meine Erlaubnis. Ich werde ihr zeigen was es heißt, mein Besitz zu sein." Kaum hatte sich die Aufzugstür geöffnet schritt er heraus und riss Zina aus den Armen von Leon. Sofort packten Leon schon die drei Männer von Aiden und hielten ihn davon ab sich Aiden und Zina zu näher. Was nun darauf folgen sollte, sollte er als Zuschauer sich genau ansehen.
So wurde ihm der Kopf von einem der Männer fixiert und sein Blick direkt auf Aiden und Zina gerichtet. Aiden drückte die entsetz schauende Zina auf den Tisch und riss ihr das Kleid vom Leib. Dabei schnitten sich die Träger leicht in ihre Haut bevor der Stoff nachgab. Weinend und vor Scham überflutet versuchte Zina sich zu wehren. Doch war Aiden stärker und drückte sie mit einer Hand am Hals weiter auf den Tisch, während er mit der Anderen ihre Beine brutal spreizte. Dabei brüllte er sie an und zeigte ihr nun sein wahres Gesicht. "Hör auf dich zu wehren, Schlampe. Schließlich hast du dich doch ihm auch so offenherzig angeboten. Also halt still und zick nicht rum." damit ohrfeigte er sie hart. Unter Tränen und nach Luft ringen hielt sie seinen Arm an ihrem Hals an. Unterdessen öffnete Aiden seine Hose und begann Zinas Körper für sich einzunehmen und zu schänden.
"Hör auf zu heulen. Du wolltest es doch so." schrie er sie an und ohrfeigte sie noch einmal. Leon schrie und verfluchte Aiden. Er wollte ihn von Zina herunterziehen und ihn mit seinen Fäusten ins Krankenhaus bringen. Doch wurde er noch immer festgehalten und immer wenn er sich versuchte zu wehren, bekam er eine Faust in den Magen oder die Rippen. "Verdammt lass sie in Ruhe. Sie hat nichts gemacht. Wir haben uns nur unterhalten." schrie Leon, bevor er den nächsten Faustschlag einstecken musste. Je länger er zuschauen musste, umso mehr schwor er sich, Aiden dafür bezahlen zu lassen. Es war ihm anfangs doch eher egal gewesen, dass er Frauen anbot. Auch wenn er gedacht hatte, dass sie es freiwillig machten, schließlich wirkte es auf den ersten Blick so. Doch jetzt zeigte sich wie Aiden die Frauen behandelte und wie er sie vermutlich dazu bekam, dass sie das taten was er wollte.
Als Aiden sich auf Zina erleichtert hatte, stieß er sie wie Müll von dem Tisch und deutete einen seiner Männer an, Zina dahin zu bringen wo auch die anderen Frauen waren. Zina hatte während des Missbrauchs sich ins tiefste Innere zurückgezogen, um sich zu schützen. Ihre Tränen konnte sie zwar nicht kontrollieren, doch sie spürte nichts. Selbst als einer der Männer sie grob am Arm packte und sie zum Aufzug schleifte. Aiden richtete seine Kleidung und schaute dann Leon an. "Macht ihn fertig." Mit diesen kalten Worten ging er an Leon und seinen Männern vorbei und stieg mit in den Aufzug. Er wollte nur noch in sein Büro und das Geld auf seinem Konto zählen. Denn das war die einzige Konstante, die ihn nie verletzen würde. Zina wurde von Aidens Schläger in eins der Kellerverließe steckt. Dort kauerte sie sich in die dunkelste Ecke.
Sie fragte sich, ob sie nun hier bis zu ihrem Tod drin bleiben musste. Sie schloss die verquollenen Augen und schwebte gedanklich über die Stadt bei Nacht. Es gab ihr den Frieden und die Ruhe. Sie dankte Gott dafür, dass sie wenigstens vor ihrem Tod noch einmal so etwas schönes sehen durfte. Die Tage verstrichen und Zina aß noch trank sie etwas. Sie wollte einfach nicht. So wurde sie am fünften Tag von zwei Männern dazu gezwungen etwas zu trinken und zu essen. Doch erbrach sie sich nach dem sie wieder allein war. Sie setzte sich wieder in die Ecke und driftete in ihre Gedanken weg. Sie hatte sich einen Raum in Gedanken geschaffen, indem sie sicher war. In diesem würde ihr nie jemand etwas antun können. Aus den Tagen der Gefangenschaft und Folter wurden Monate. Zinas schrecklichen Befürchtungen, dass sie hier nie wieder rauskommen würde, waren in ihren Augen nun wahr geworden.
In dieser Zeit hatte sich nach seinem Krankenhausaufenthalt Leon es sich zum Ziel gesetzt, Zina aus den Fängen von Aiden zu holen. So heuerte er mehrere Männer an und schleuste sogar einen seiner Männer in Aidens Gruppe. Dieser spionierte die Lagerorte, sowie das Büro für ihn aus. Leon schaute auch täglich auf der Seite von Aiden nach, um zu schauen ob Zina nicht doch zum Verkauf angeboten wurde. Doch ihr Bild erschien nie. So hatte er die Befürchtung, dass Aiden sie umgebracht und entsorgt hatte. Doch als er die Nachricht seines Spions erhielt, dass er eine Frau, auf der Zinas Beschreibung passte in einen der Zellen gesehen hatte. Atmete Leon tief durch und war nun noch entschlossener sie aus dieser Lage zu befreien. Sein Spion sollte ihm bescheid geben, wenn wieder einer dieser Bälle, an denen die Frauen verkauft wurden, stattfand und wo dieser genau war.
Er wollte sich sicher sein, dass Aiden an diesem Abend nicht da war und auch wenige seiner Männer vor Ort wären. Anfang des Monats richtete Aiden einen neuen Ball, in einem der hiesigen Luxushotels, aus. An diesem Abend wollte er zuschlagen. So ließ er alle seine Männer versammeln und fuhr mit ihnen in das Industriegebiet, indem Aidens Unterschlupf war. Sie stürmten hinein und kämpften sich durch. Leon ließ sich die Zelle in der Zina war zeigen und öffnete sie. Er trat in einen komplett verdunkelten, kahlen, muffig riechenden Raum. Dieser war nur mit einer dreckigen Matratze und einem Eimer ausgestattet. In der hintersten Ecke saß sie. Ihre Rundungen waren fast komplett verschwunden und es wirkte fast so, dass die Haut sich nur noch an den Knochen festhielten. Vorsichtig und mit ruhiger Stimme kam er ihr langsam näher.
Er hockte sich einige Centimeter vor sie und hauchte leise ihren Namen. "Zina? Zina, bist du es? Ich bin es Leon." Ihre leeren Augen schauten zu ihm auf und sie schüttelte den Kopf. "Nein du kannst nicht hier sein. Niemand kann hier sein." raunte sie mit gebrochener Stimme. Leon seufzte und nahm seine Jacke. Vorsichtig legte er sie um sie und half ihr langsam hoch. "Doch ich bin hier. Siehst du, du kannst mich sehen und anfassen. Ich bin hier und ich werde dich jetzt hier raus holen. Dir wird nichts passieren." - "Nein, nein das ist nicht wahr. Ich bilde mir das nur ein." sprach Zina mit müder Stimme immer wieder. Dennoch ließ sie sich von ihm mitnehmen, für jeden Widerstand war sie einfach zu schwach. Als er mit ihr aus der Zelle trat bedeckte er, mit seiner Jacke, ihren Körper so gut es ging. Gemeinsam gingen sie zu seinem Auto, wo er sie hinein setzte.
Er befahl einem der Männer das Auto zu bewachen bis er wieder da wäre. Danach nahm er mit drei Männern ein paar Benzinkanister und ging wieder hinein. Ihm kamen immer wieder ein paar seiner Männer mit den Frauen, die in den anderen Zellen waren entgegen. Sein Spion zeigte ihm das Büro von Aiden. Leon schaute sich die Räumlichkeiten an und befahl je einem Mann die Zimmer, sowie das angrenzende Loft in Benzin zu tränken. Nachdem alle Frauen aus den Zellen geholt wurden und noch Beweise gemacht wurden ließ Leon den kompletten Komplex in Brand setzen. Zufrieden stieg er zu Zina ins Auto, die das schnell ausbreitende Feuer mit ungläubigen Blicken anstarrte. Leise und erschöpft fragte sie. "Ist es jetzt wirklich vorbei? Kann er mir jetzt nichts mehr tun?" -"Nein, er wird die nie mehr etwas tun können und ja es ist vorbei."
Leon zückte sein Smartphone und telefonierte kurz mit der Polizei und dem FBI. Er gab ihnen den genauen Standort, wo sich Aiden aufhielt und schickte die Beweise, die er gesammelt hatte per Mail ans FBI. Die Frauen ließ er ins Krankenhaus bringen, mit der Bitte, dass sie die amerikanische Botschaft informieren sollten. Danach fuhr er mit Zina zu einem privaten Flughafen, wo sein Jet schon bereit stand. Er nahm sie mit nach Amerika. Auf seinem Anwesen erholte sich Zina langsam wieder von ihren traumatischen Erlebnissen. Leon hatte ihr nach ihrer Genesung es frei gestellt, ob sie bei ihm bleiben wollte, oder wieder zurück nach Deutschland zu ihrer Familie. Da sie Leon sehr dankbar war und sie ihm gegenüber auch Gefühle empfand beschloss sie an seiner Seite zu bleiben. An dem Abend von Zinas Befreiung sprengte die kolumbianische Polizei den Maskenball und nahm jeden Gast fest.
Die Frauen wurden dabei in die amerikanische Botschaft überstellt, wo man sich um sie kümmerte. Aiden wurde dem FBI überstellt. Ihm wurde der Prozess gemacht. Zina und die anderen Frauen wurden um eine Zeugenaussage befragt. Diese wurde dem Gericht zum Schutz der Frauen anonym im Gerichtssaal vorgetragen. Die Jury kam eindeutig zu dem Schluss das Aiden schuldig war und er wurde mit der Höchststrafe verurteilt.
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